Diskussion:Palästinaviper

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Moin! Vielleicht solltest Du "Jungtier" unter das Foto schreiben, sonst denkt noch jemand, alle Palästinavipern wären so kurzschnäuzig... --Karsten Kohls 12:24, 9. Jan 2008 (CET)

Nabend Danny! Außer Rechtschreibfehlern würd ich ein paar Sätze ändern, mag das aber nicht gleich ohne Rücksprache tun, da das Rückgängig-Machen ja hier wohl nicht so einfach ist wie in Wikipedia (oder?). 2 Vorschläge wie folgt:

1.) "Neuerdings wird sie oft in die Gattung Daboia gestellt." - (bereits klingt so, also wüssten wir, dass das der Weisheit letzter Schluss ist.)

2.) "Die Schnauze der ausgewachsenen Tiere ist etwas kürzer und gedrungener als bei anderen Vipern. Jungtiere (wie das auf dem Foto gezeigte) haben kürzere Schnauzen als Alttiere." - (wen interessiert's, wie lang genau das Tier auf dem Bild ist?)

Gruß! --Karsten Kohls 20:33, 14. Jan 2008 (CET)

Hallo Karsten! Danke für die Hinweise Karsten, aber, zumindest bei mir, kannst du ruhig ohne zu fragen ändern, wenn ich etwas falsches oder schlecht formoliertes geschrieben habe. Beste Grüße Reptilien-Bartibert 13:43, 15. Jan 2008 (CET)

45 Grad als Bodentemperatur im Sommer und in der prallen Sonne ist für vegetationsarme Flächen nicht viel, und ich bin mir sicher, dass die auch in Buxtehude-Süd oft erreicht werden  ;-) Da hätte die Palästinaviper da unten ja nicht mehr viel Auswahl, falls überhaupt - Halbwüsten und dergl. würden komplett ausscheiden. Scheint mir keine belastbare Aussage zu sein, woher stammt die? --Karsten Kohls 14:59, 15. Jan 2008 (CET)

Da steht über 45°C, ich weiß das auch 60°C und auf Stein auch über 70°C erreicht werden können. Reptilien-Bartibert 15:09, 15. Jan 2008 (CET)
So, angepasst. Wie ist das nochmal? Ab 48°C sterben selbst die letzten Wechselwarmen, oder wie? Reptilien-Bartibert 15:14, 15. Jan 2008 (CET)

Über die Thermoregulierung iVm. den letalen Temperaturen habe ich im Schlangenartikel im Kapitel Thermoregulierung geschrieben. Temperaturen von mehr als 46 Grad Celsius sind über längere Zeit auf jeden Fall letal. Daher sind Reptilien in Wüsten und Halbwüsten für gewöhnlich nachtaktiv. Im Artikel der Palästinaviper fehlt der Hinweis, wann die Tiere aktiv sind. Meine Quellen bezüglich der Letalität beruhen auf Roland Bauchot: Schlangen, Weltbild Verlag, 1999, ISBN 3-8289-1501-9 --Wilfried 16:21, 15. Jan 2008 (CET)

Ich bin kein Herpetologe, und habe im Gegensatz zu Dir keine Ahnung, wie lange welche Schlange welche hohe Temperatur überleben würde :-) Aber der Witz bei der Sache ist ja eben, dass sie unter der prallen (Sommer-)Mittagssonne Palästinas eben überhaupt nicht herumkriechen wird. Ich war mehrmals in Israel und bin dort auch in Halbwüsten u. dergl. gewesen und habe in solchen Lebensräumen, in denen sich der Boden tagsüber extrem aufheizt, am Tage NIE irgendeine Schlange gesehen, es sei denn, ich habe irgendwelchen Müll oder dergl. umgedreht. Also anders gesagt: ich vermute, dass es an den meisten, wenn nicht an allen Stellen, an denen so eine Viper NACHTS rumkriecht (und genau das wird sie in der wärmeren Jahreszeit tun: nachts (oder abends, oder morgens) jagen, tags im Niedrigtemperatur-Versteck ruhen), TAGSÜBER im Sommer und am Boden WEIT über 45 Grad erreicht werden - die Angabe ist also erstens vermutlich irreführend und zweitens irrelevant. --Karsten Kohls 16:23, 15. Jan 2008 (CET)

Noch eine Anmerkung zum Thema Prädatoren: Der Steppenadler zieht zwar in großer Zahl durch das Verbreitungsgebiet d. P.viper, jagt aber in dieser Zeit kaum. Ich kann nicht glauben, dass er als Prädator eine nennenswerte Rolle spielt, eher schon könnt ich's mir von Brutvögeln wie dem Schlangenadler vorstellen. Ist das eine belastbare Angabe? --Karsten Kohls 16:55, 15. Jan 2008 (CET)

Bedenkt ihr auch, dass die Palästinaviper auch in Wäldern lebt, sofern sie welche findet? Dort herrschen wesentlich mildere Temperaturen, vor allem, weil in steinigen, sandigen und felsigen Wüsten keine Wälder wachsen, dazu ist fruchtbare Erde notwendig. Reptilien-Bartibert 17:06, 15. Jan 2008 (CET)

Hallo Danny, ursprünglich schriebst Du ja, dass die Temperaturen in den Habitaten der Palästinaviper im Sommer in der prallen Sonne auf über 45 Grad Celsius ansteigen können. Da denkt man natürlich an offene, wenig schattige Lebensräume, wie Du sie ja auch beschreibst, und nicht an Wälder, denn da wird man die pralle Sonne nicht finden. Davon abgesehen: Ich habe keine detaillierten Verbreitungsangaben zur Hand, kann Dir aber sagen, dass es in der Küstenebene, die offenbar einen Verbreitungsschwerpunkt darstellt, so gut wie keinen Wald mehr gibt. Sie soll auch in den "inland hills of Lebanon and Israel" vorkommen - da ist es natürlich möglich, dass sie in den Nadelwald-Aufforstungen eine "neue Heimat" gefunden hat. "Eichenwälder" im allerweitesten Sinne gibt es aber auch dort nur in Relikten (im Carmel und anderen Teilen N-Israels). Mit anderen Worten: Wenn die Art nicht gefährdet ist, muss sie vor allem in offenen Habitaten vorkommen, in denen es am Boden tagsüber (und außerhalb von Verstecken) sehr heiß werden kann. Die Frage ist, wie relevant das für das Überleben der Art ist. (Eine Bemerkung am Rande: Die meisten Wüsten sind deshalb Wüsten, weil die Niederschlagssumme zu gering ist, und nicht weil der Boden nicht fruchtbar genug wäre.) Gruß, --Karsten Kohls 18:03, 15. Jan 2008 (CET)

Ja, aber wenn keine Pflanzen wachsen, wird der Boden nicht fruchtbar, weil erst gar nicht die Möglichkeit besteht, Humus zu produzieren, gelle. Und natürlich können bei solch hohen Temperaturen kaum Pflanzen wachsen, in diesem Gebiet vielleicht einige Sukkulenten oder so. Reptilien-Bartibert 18:20, 15. Jan 2008 (CET) So, passts nun endlich oder ist noch etwas zu verbessern?

Das gehört zwar nicht hierher, aber erstens würde auch mit Humus (wo auch immer man den herbekommt) bei weniger als rund 100 mm Niederschlag im Jahr kein Baum wachsen, und zweitens wachsen viele Baumarten auch in den meisten Wüsten ganz prima, wenn man bewässert oder einfach bei Regengüssen abfließendes Wasser aufstaut, so dass mehr als rund 100 mm zusammen kommen - und das ganz ohne Bodenbildung. --Karsten Kohls 19:25, 15. Jan 2008 (CET)

Ganz ohne Nährstoffe geht aber doch gar nichts? Reptilien-Bartibert 19:40, 15. Jan 2008 (CET)

Für Pflanzen geht's vor allem um Mineralien (manche brauchen mehr, andere weniger), und da besteht in vielen Wüsten kein grundsätzlicher Mangel (aber ohne Wasser kein Möglichkeit, diese Mineralien aufzunehmen). Natürlich muss man sich den Einzelfall anschauen - es gibt auch Gebiete, in denen nur ein wichtiges Element weitgehend fehlt, dann wird's eng. Und natürlich spielt die Struktur des Ausgangsgesteins eine große Rolle; so bleibt in einer Sandwüste ein größerer Teil der Niederschläge pflanzenverfügbar als zB in einer Lösswüste. Wenn es also zB im Winter 100 mm regnet, wird die Sandwüste im Frühjahr nicht wiederzuerkennen sein, die Lösswüste dagegen nur vergleichsweise wenig Grün zeigen. - Jetzt aber noch mal zur Viper: Diese ganzen Überlegungen, wie warm es im Sommer am Boden werden kann, halte ich für ziemlich witzlos, denn erstens wird es auch im Habitat der P.viper viele kleinräumige Temperaturunterschiede geben, die die Tiere ganz nach Bedarf ausnutzen können bzw. könnten, und zweitens setzen sie sich hohen Temperaturen einfach nicht dauerhaft aus, wenn sie zB nachts jagen. Ich würde das alles komplett streichen. In diesem Sinne gibt es auch keine einheitliche Bodentemperatur, bei der wechselwarmes Leben nicht mehr möglich ist, unbedingt streichen. --Karsten Kohls 20:16, 15. Jan 2008 (CET)

Also alles in Bezug auf Temp./Luftfeucht. raus oder was? Ansprechen kann man das doch irgendwie! Reptilien-Bartibert 21:32, 15. Jan 2008 (CET)

Naja, ich bin ja nun kein Experte für P.vipern, denke aber, dass man das auf ein paar generelle Bemerkungen beschränken sollte (Vermeidung hoher (und niedriger) Temperaturen durch Tagesrhythmus, Jahresrhytmus usw.). Zahlenangaben über Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind aus meiner Sicht nur sinnvoll, wenn das die Bedingungen sind, die das Tier auch tatsächlich erfährt. Welchen Sinn hat die Angabe, dass die Bodentemperatur in der Halbwüste, die die P.v. (neben anderen Lebensräumen) bewohnt, 60 Grad betragen kann (im Übrigen ist das bisher reine Spekulationen, und eine Angabe wie "über 45 Grad" ist wenig hilfreich, weil Überschreitungen dieses Wertes weit verbreitet sein dürften), wenn die P.v. 20 cm von dieser Stelle entfernt unter einem Busch sitzt, wo es 20 Grad kühler ist? Oder in einem Säugerbau, auf die Nacht wartend? Wenn wir konkrete, das Tier betreffende Angaben nicht haben, sollten wir auf derlei Angaben schlicht verzichten. --Karsten Kohls 22:56, 15. Jan 2008 (CET)

Sorry, aber ich weiß nicht, wie ich es dir recht machen kann :) Entweder du änderst jetzt selber oder lässt es so stehen (meiner Meinung anch ist es so OK), Beste Grüße und Gute Nacht Reptilien-Bartibert 23:00, 15. Jan 2008 (CET)
Moin zusammen. Ich würde sagen, Karsten ändert die stritigen Passagen ab, denn inhaltlich sollten nur nachvollziehbare und belegbare Aussagen getroffen werden. Auf Aussagen wie "pralle Sonne" sollte völlig verzichtet werden. Das ist mir persönlich zu umgangssprachlich. Ich habe eben noch den Verweis auf den IUCN-Eintrag, die IUCN-Grafik in der Taxobox sowie weitere Synonyme hinzugefügt. Fall Du, Danny, das Thema Gift von V.p vertiefen möchtest, so kann ich Dir eine Abhandlung von Oron & Dbolah aus dem Jahren 1978 (Link) ans Herz legen. --Wilfried 08:42, 16. Jan 2008 (CET)

Palästinavipern gehörigen zu den Großvipern. Damit erreichen sie eine wesentliche Größe und sie können fast so dick wie ein menschlicher Arm werden. Die Geschlechtsreife tritt auch erst mit ca. 3 Jahren ein. --Terra 20:58, 25. Jun 2008 (CEST)

Auch erledigt ;) Nur mal aus eigenem Interesse, musst auch nicht antworten, aber hast Du beruflich auch mit Tieren zu tun? Hast Du Biologie oder evtl. sogar Herpetologie studiert oder bist Du einfach ein Freak, so wie ich :-) Nur fortgeschrittener? Schöne Grüße Bartiebert Diskussion 21:06, 25. Jun 2008 (CEST)

Freak in der dritten Familiengeneration wäre zutreffend. --Terra 21:14, 25. Jun 2008 (CEST)

Aha. Ich bin die erste Generation ;-) So, bis dann. Gruß Bartiebert Diskussion 21:17, 25. Jun 2008 (CEST)

Da hast du außer der Terrarienkunde noch auf einem anderem Gebiet viel zu tun. Packe es an ((-; --Terra 21:28, 25. Jun 2008 (CEST)

Ich muss zwar noch ein bisschen darüber nachdenken, was Du meinst, aber wird schon :-)
--Bartiebert Diskussion 21:34, 25. Jun 2008 (CEST)

Okay. Falls Du nicht drauf kommst, erkläre ich es Dir in 20 Jahren mal noch (-; --Terra 21:42, 25. Jun 2008 (CEST)

In die Richtung habe ich noch am Ehesten gegrübelt. Gruß und bis denne. --Bartiebert Diskussion 21:44, 25. Jun 2008 (CEST)

Ich habe gerade noch so bemerkt das kein Bild einer adulten Viper hier ist. Habe mal was geschickt. Müßte aber sicherlich noch tüchtig bearbeitet werden. --Terra 22:20, 25. Jun 2008 (CEST)

Mörgäääähn (oh mann, bin ich noch müde). Die (wunderbaren) Fotos sind eingefügt. --Wilfried 06:59, 26. Jun 2008 (CEST)

Ich hoffe Du hast beim gähnen die Hand vorn Mund gehalten? Moin Wilfried. Besten Dank. --Terra 07:05, 26. Jun 2008 (CEST)

Na ich sitze alleine im Büro ;o) Ich bin froh, wenn die EM zu Ende ist. Bis 2h heute Nacht konnte man wegen der Huperei nicht schlafen. Aber egal, wenigstens haben die Deutschen (mit viel Massel) gewonnen ;o)) --Wilfried 07:29, 26. Jun 2008 (CEST)

Bei uns gab es neben der Huperei noch zweimal ein kleines Feuerwerk. --Terra 07:35, 26. Jun 2008 (CEST)

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