Drusenkopf

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Drusenkopf
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Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Gattung: Drusenköpfe (Conolophus)
Art: Drusenkopf
Wissenschaftlicher Name
Conolophus subcristatus
Gray, 1831

Der Drusenkopf (Conolophus subcristatus) gehört innerhalb der Familie der Leguane (Iguanidae) zur gleichnamigen Gattung der Drusenköpfe (Conolophus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Drusenkopf erreicht in etwa eine Gesamtlänge von 125 Zentimeter, wobei etwa die Hälfte der Gesamtlänge auf den Schwanz entfallen. Sein Körper weist eine überwiegend gelbliche bis bräunliche Grundfärbung auf. Gelegentlich kann der Rücken auch schwärzlich gefärbt sein. Meist ist der Drusenkopf dorsal und ventral mit schwärzlichen Punkten versehen. Der Körper wirkt sehr massig, dorsal wirkt er hochrückig. Der Kopf ist relativ klein und weist eine rundliche Form auf. Die Extremitäten sind ausgesprochen kräftig gebaut. Die Füße enden in Zehen, die mit mächtigen Krallen versehen sind. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Drusenkopf von dem Naturforscher Charles Darwin beobachtet. Bereits damals viel ihm die Ähnlichkeit zu den auf dem Festland lebenden Großleguanen auf. Insbesondere die Anpassung an den Lebensraum auf den Galápagos-Inseln veranlasste Darwin zu umfangreichen Untersuchungen. Heute ist der Drusenkopf eine stark bedrohte Art und wird als solche auch in der Roten Liste des IUCN geführt. Insbesondere durch die Einschleppung von Ratten und Katzen, die den Eiern und den Jungechsen nachstellen, sowie die Zerstörung der Nahrungsgründe durch eingeführte Ziegen haben zu dieser katastrophalen Situation geführt.

Verbreitung

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Diese Echsenart ist auf den Galápagos-Inseln endemisch. Die Galápagos-Inseln gehören zum Staatsgebiet von Ecuador und liegen 965 Kilometer vor dessen Küste. Einst über die ganze Inselwelt verbreitet, lebt der Drusenkopf heute nur noch in wenigen Teilen der Inseln. Größere Populationen gibt es noch auf der Insel Fernandina. Er bevorzugt trockene Lebensräume. Wird es zu heiß, so zieht sich der Drusenkopf in Höhlen zurück. Prinzipiell ist er aber tagaktiv.

Nahrung

Der Drusenkopf ist ein reiner Vegetarier. Zu seiner Lieblingsnahrung gehören insbesondere Kakteen aus der Gattung der Feigenkakteen (Opuntia). Von diesen Früchten frisst er nur das Fruchtfleisch. Die Dornen werden nicht verzehrt.

Fortpflanzung

Die Paarungs- und Balzzeit erstreckt sich über die Regenzeit. Während des Paarungsspiels geht es bei den Drusenköpfen recht ruppig zu. Insbesondere die Männchen verteidigen ihr kleines Revier gegenüber Rivalen vehement. Auch das eigentliche Umwerben ist recht aggressiv und geht mit kräftigen Bissen einher.
Einziger Feind: Galapagosbussard (Buteo galapagoensis)
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Einziger Feind: Galapagosbussard (Buteo galapagoensis)
Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen in den feuchten Erdboden etwa 20 bis 25 weichschalige Eier. Gelegentlich legen sie Eier auch unter Laubhaufen ab. Zwischen konkurrierenden Weibchen kann es dabei zu Kämpfen um die besten Eiablageplätze kommen. Je nach Umgebungstemperatur schlüpfen die Jungechsen nach 90 bis 120 Tagen. Eine Brutpflege wird nicht betrieben. Die Jungtiere sind von Anfang an auf sich alleine gestellt.

Prädatoren

Außer dem Galapagosbussard sollte dem Drusenkopf keine natürliche Gefahr auf den Galápagos-Inseln drohen. Der Galápagosbussard stürzt nicht zwingend auf den Drusenkopf hinab, sobald er ihn erspäht hat, sondern verfolgt und bringt ihn auch zu Fuß zur Strecke.

Quellen und Links

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