Elritze

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Elritze

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Zwischenklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Ostariophysi
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Karpfenähnliche (Cyprinoidea)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Phoxinus
Art: Elritze
Wissenschaftlicher Name
Phoxinus phoxinus
Linnæus, 1758

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Elritze (Phoxinus phoxinus) zählt innerhalb der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) zur Gattung Phoxinus. Im Englischen wird sie Eurasian minnow genannt. Im Jahre 1991 wurde sie zum Fisch des Jahres gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Elritze erreicht eine Körperlänge von 7 bis 11 cm. Ihr Körper ist langgestreckt und leicht zylinderförmig. Die Grundfärbung der Schuppen reicht von bräunlich bis olivgrün, wobei die Seiten deutlich heller gefärbt sind. Die Bauchseite ist fast weißlich. Auf der Rückenline sind deutlich größere Sattelflecken zu sehen, die bis zur Seitenlinie reichen. Die Afterflosse, die Rückenflosse und die Bauchflossen weisen je 10 Strahlen auf. Die Brustflossen bestehen aus 16 Strahlen. Die gegabelte Schwanzflosse weist meist 18 bis 19 Strahlen auf. Die Elritze ist ein ausgesprochener Schwarmfisch. Auch die Jungfische leben in zum Teil großen Schwärmen.

Verbreitung

Die Elritze ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet. Im Osten erstreckt sich das Verbreitungsgebiet bis ins westliche Asien. Sie leben meist im Frischwasser langsam fliessender Flüsse und Bäche sowie in Seen und größeren Teichen. Gelegentlich dringen sie aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit auch ins Brackwasser vor. Sie bevorzugen einen Gewässergrund mit Steinen oder Kies.

In weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes sind sie mittlerweile selten geworden. Die Hauptgründe liegen zum einen in der anhaltenden Gewässerverschmutzung, im Aussetzen von Raubfischen und zum anderen in die starke Bebauung von Flußläufen. Hier sind insbesondere Stromschnellen und Wehre zu nennen.

Ernährung

Elritzen ernähren sich hauptsächlich von Kleinstlebewesen wie Krebstierchen, dem Laich anderer Fische und kleinen Fischchen. Hier und da nahmen sie auch Algen zu sich. Die Larven ernähren sich von Kleinstlebewesen.

Fortpflanzung

Die Elritze erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Laichzeit erstreckt sich je nach Verbreitungsbegiet zwischen April und Juni. Während der Laichzeit kann es zu ausgedehnten Laichwanderungen kommen. Hierzu schwimmen die Elritzen stromaufwärts in Regionen mit Flachwasser und steinigem Untergrund. Während der Paarungszeit zeigt sich beim Männchen eine besonders kontrastreiche Färbung. Dieses drückt sich insbesondere durch eine grünliche Seitenlinie und rote Flossensäume aus. Das Weibchen legt einige Tausend Eier. Es wurden schon Gelegegrößen von über 4.000 Eiern beobachtet. Die Eier weisen eine Länge von gut 1,5 Millimeter auf.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 1. Vierter Band. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Bent J. Muus: Süßwasserfische Europas. BLV Verlagsgesellschaft mbH. München Wien Zürich, 1990ISBN 3-405-11867-0

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