Eris militaris

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Eris militaris
Männchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Eris
Art: Eris militaris
Wissenschaftlicher Name
Eris militaris
(Hentz, 1845)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:033233]

Die Spinnenart Eris militaris gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Eris. Im Englischen wird diese Art Bronze Lake Jumper genannt. Eris militaris ähnelt sehr der anderen Spinnenart Eris flava. Eris flava ist aber eher im Osten und im Norden von Amerika anzutreffen und hält sich gerne auf Ackerflächen sowie in Moorlandschaften auf. Des Weiteren weist das Männchen der Art Eris flava ein weißes Band zwischen den großen schweinwerferartigen Frontalaugen und den Kieferklauen auf, das bei dem Männchen von Eris militaris gänzlich fehlt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Eris militaris erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 7 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter weisen in Größe und Färbung einen deutlichen Dimorphismus auf. Das Männchen ist weitaus prächtiger gefärbt als das Weibchen. Im Gegensatz zum Männchen weist das Weibchen ein kontinuierliches weißes Band zwischen den kleinen am Rand des Panzers befindlichen Augen auf. Insgesamt ist der Körper des Weibchens grau getönt und auf dem Opisthosoma zeigt sich deutlich eine dunkle Blattzeichnung. Die Augenregion des Männchens weist eine rötlichbraune Färbung auf. Das Prosoma und das Opisthosoma des Männchens sind insgesamt dunkelbraun bis schwarz gefärbt. An den seitlichen Rändern des Prosoma und Opisthosoma zeigt sich links und rechts je ein weißer Längsstreifen. Im Gegensatz zum schlanken Opisthosoma scheint das Prosoma etwas breiter und wuchtiger zu wirken. Die Beine des Männchens sind abwechselnd dunkelbraun und schwarz geringelt. <2>

Lebensweise

Eris militaris ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Zum Verbreitungsgebiet von Eris militaris zählen unter anderem Alaska, Kanada, Mexiko, Kansas, Massachusetts, Minnesota, Ohio und Washington. Sie hält sich überwiegend in gemischten Laubwäldern mit überwiegend Espenbewuchs auf und zeigt eine Vorliebe für Fallaub, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Des Weiteren findet man die Spinne auch in Apfelgärten, wo sie unter Laub ihr Wohngespinst anlegen kann. Häufig trifft man die Spinne auch in Wäldern mit Schwarz-Fichte (Picea mariana) und letztlich kommt sie auch auf Wiesen vor. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Zum Nahrungsspektrum der Spinne zählen unter anderem Zweiflügler (Diptera) wie Schwebfliegen (Syrphidae), Fliegen (Muscidae), Zuckmücken (Chironomidae), Tanzfliegen (Empididae), Schmetterlinge (Lepidoptera) wie zum Beispiel Wickler (Tortricidae). Gelegentlich werden auch Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle in Bäumen, in die es seine 30 Eier legt (Juni und Juli) und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben. Die Spiderlinge ernähren sich dann hauptsächlich von Mücken (Nematocera).

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Eris militaris - Männchen
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Eris militaris - Männchen

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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