Eumops maurus

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Eumops maurus
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
Familie: Bulldoggfledermäuse (Molossidae)
Gattung: Eumops
Art: Eumops maurus
Wissenschaftlicher Name
Eumops maurus
(Thomas, 1901)

IUCN-Status
Data Deficient (DD)

Eumops maurus zählt innerhalb der Familie der Bulldoggfledermäuse (Molossidae) zur Gattung Eumops. Im Englischen wird die Art Guianan Bonneted Bat genannt. Eumops maurus ist auch unter dem ungültigen Synonym geijskesi Husson (1962) bekannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt (Best, Hunt, McWilliams & Smith, 2001).

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Eumops maurus ist etwas größer als Eumops hansae, die Kieferproportionen sind leicht kleiner und der Prämolar P3 ist nicht vorhanden. Am Mesopatagium ist zwischen Humerus and Femur ein weißes Band vorhanden, was allen anderen Arten der Gattung fehlt (Best, Hunt, McWilliams & Smith, 2001).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Weiche Fell von Eumops maurus erreicht eine Länge von 6 bis 8 mm und ist dorsal wie ventral dunkelbraun gefärbt. Auf dem Rücken zeigt sich ein deutlich sichtbares weißliches Band. Die Ohren sind mit gut 15 mm mittelgroß, die Innenlappen der Ohren sind verdickt. Der Antitragus ist lang und tief. Eumops maurus erreicht je nach Geschlecht eine Körperlänge von rund 177 mm, eine Unterarmlänge von 52,8 bis 51,9 (51,0) mm, eine Länge des 3. Mittelhandknochens von 54,2 mm, eine Ohrlänge von 22 mm, eine Schwanzlänge von 40 bis 42 mm, eine Schädellänge von gut 20,1 mm, eine Condylobasallänge von 18,6 bis 18,7 mm, eine Schädellänge von 16,7 bis 17,3 mm, eine Gaumenlänge von 8,6 bis 8,8 mm, eine Jochbeinbreite von 12,3 bis 12,5 mm, eine Hirnschädelbreite von 10,3 mm und eine Hirnschädelhöhe von 7 bis 7,2 mm. Die ventrale Oberfläche des Uropatagium ist unbehaart. Das Mesopatagium ist entlang der Körperseite in einer Breite von etwa 5 mm mit weißlichem Haar bedeckt. Das Patagium ist insgesamt bräunlich gefärbt. Das Gebiss besteht aus 28 bis 30 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet i1/2, c1/1, p2/1-2, m 3/3 (Best, Hunt, McWilliams & Smith, 2001).

Über die Lebensweise, Ernährung und das Fortpflanzungsverhalten ist nur wenig bekannt.

Verbreitung

Vorkommen

Die Art ist in Südamerika im nördlichen Amazonasbecken verbreitet. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Brasilien, Venezuela, Guyana und Surinam. Die Art lebt ausschließlich im Flachland bis in eine Höhe von etwa 40 m über NN. Beliebte Lebensräume sind lichte Pinienwälder, Galeriewälder, Sumpfgebiete und Grassavannen. Fossile Funde sind keine bekannt (Best, Hunt, McWilliams & Smith, 2001).

Biozönose

Sympatrie

Eumops maurus lebt sympatrisch mit zahlreichen anderen Fledermausarten. Dies sind insbesondere Zweistreifenfledermäuse (Saccopteryx) wie Saccopteryx bilineata, Lanzennasen (Phyllostominae) wie Micronycteris megalotis und Tonatia brasiliense, Kurzschwanzblattnasen (Carolliinae) wie Carollia perspicillata, Gelbschulterfledermäuse (Sturnira) wie Sturnira lilium, Haarnasenfledermäuse (Mimon) Mimon crenulatum, Eigentliche Lanzennasen (Phyllostomus), Eigentliche Fruchtvampire (Artibeus), Mausohren (Myotis) wie Myotis nigricans und Myotis riparius sowie Nyctinomops laticaudatus (Best, Hunt, McWilliams & Smith, 2001).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Über den Gefährdungsgrad der Art liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor. Daher wird Eumops maurus in der Roten Liste der IUCN in der Katedorie DD, Data Deficient geführt. Zu den Hauptgefahren gehört zweifelsohne die Zerstörung der natürlichen Lebensräume.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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