Evarcha albaria

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Evarcha albaria
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Evarcha
Art: Evarcha albaria
Wissenschaftlicher Name
Evarcha albaria
(L. Koch, 1878)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:033379]

Die Spinnenart Evarcha albaria gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Evarcha.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Evarcha albaria erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 8 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Der Körper der Spinne wirkt ziemlich gedrungen und robust. Das Prosoma ist verhältnismäßig dick, oben ziemlich flach und die Rückseite des Thorax sowie die Seiten sind steil abfallend. Der Panzer ist oval geformt und länger als breit. An der Rückseite wirkt der Panzer etwas abgeschnitten. Das Opisthosoma ist ebenfalls oval geformt und in der Nähe der Spinndüsen spitz zulaufend. Die Beine sind nicht besonders lang ausgeprägt, jedoch sind sie sehr bestachelt. Das erste Beinpaar ist etwas kräftiger als die übrigen Beinpaare. Bei dem Männchen ist die Kopfplatte sowie das Prosoma schwarz getönt, während das Opisthosoma eine hellbraune bis orangebraune Färbung aufweist. Ein markantes Merkmal bei dem Männchen ist ein dicht behaartes weißes Stirnband. Des Weiteren zeigen sich an den Enden der Pedipalpen dichte breite weiße Haarbüschel, die wie Pinsel oder Bürsten aussehen. Die Beine des Männchens sind fast einheitlich schwarz gefärbt. Bei dem Weibchen ist die Kopfplatte schwarz bis dunkelbraun getönt. Das Prosoma weist ebenfalls eine dunkelbraune Färbung auf, während das Opisthosoma grau-braun meliert ist. Die Beine des Weibchens sind braun-grau-schwarz geringelt. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen und als Schutz beim Häuten sowie bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Evarcha albaria - Weibchen
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Evarcha albaria - Weibchen

Verbreitung

Evarcha albaria kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Russland, China, Korea und Japan. Die Spinne hält sich in gemischten Laubwäldern auf. Evarcha albaria kann man auch in Höhen von etwa 1.700 Meter bis 2.600 Meter und in Höhen von etwa 1.300 Meter bis 1.700 Meter finden. Sie zeigt eine Vorliebe für Fallaub und Totholz, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Des Weiteren lebt sie auch in Feuchtgebieten in niedriger Vegetation. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae), Langfühlerschrecken (Ensifera), Kurzfühlerschrecken (Caelifera), Ameisen (Formicidae) sowie Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Evarcha albaria - Männchen
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Evarcha albaria - Männchen
Evarcha albaria - Weibchen
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Evarcha albaria - Weibchen
Evarcha albaria - Männchen
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Evarcha albaria - Männchen
Evarcha albaria - Weibchen
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Evarcha albaria - Weibchen

Update 31. Dezember 2008 <1>


Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge