Gelbschnabelente

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Gelbschnabelente

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Enten (Anatinae)
Tribus: Schwimmenten (Anatini)
Gattung: Eigentliche Schwimmenten (Anas)
Art: Gelbschnabelente
Wissenschaftlicher Name
Anas undulata
Dubois, 1839

Die Gelbschnabelente (Anas undulata) gehört innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Eigentlichen Schwimmenten (Anas).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Gelbschnabelente erreicht eine Körperlänge von 55 bis 60 cm, eine Flügellänge von 35 cm, eine Flügelspannweite von 80 bis 85 cm sowie ein Gewicht von rund 900 Gramm. Das Weibchen bleibt etwas kleiner und leichter als ein Männchen. Die Geschlechter zeigen nur einen schwach entwickelten Geschlechtsdimorphismus. Charakteristisch ist der gelbe Oberschnabel, der in der Mitte dunkelbraun ist und eine bräunliche Spitze aufweist. Abgesehen von der Schnabelfarbe sind sie leicht mit den bei uns heimischen Stockenten zu verwechseln. Das Gefieder ist überwiegend bräunlich. Der Kopf ist dunkler gefärbt als das restliche Gefieder. Die Federn sind an den Enden meist weißlich gesäumt. Mit einem Fett aus der Bürzeldrüse wird das Gefieder sorgsam gepflegt. So schützt es vor Kälte und Feuchtigkeit. Die Tiere gelten als robust und auch in unseren Breitengraden als winterhart.

Unterarten

Verbreitung

Sie leben im Buschland und offenen Savannen von Süd-, Südost- und Ostafrika. Sie bevorzugen die Nähe von Gewässern aller Art und sind meist an ausgedehnten Mündungsgebieten, Flüssen, Lagunen und Seen sowie an Überschwemmungsgebieten zu finden. In Höhenlagen sind sie bis in Höhen von 4.000 Meter über NN anzutreffen.

Nahrung

Gelbschnabelenten ernähren sich von Gräsern, Wasserpflanzen, Sämereien sowie Insekten und deren Larven. Sie gehen meist tagsüber auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Gelbschnabelenten erreichen die Geschlechtsreife mit rund zwölf Monaten. Die Brutzeit ist je nach Verbreitungsgebiet unterschiedlich, die meisten Bruten erfolgen jedoch zwischen Juni und August. Die Nester werden in der Nähe eines Gewässern auf trockenem Untergrund errichtet. Das Weibchen legt zwischen acht und zehn, oft auch bis zwölf Eier, die eine cremefarbene Färbung sowie eine Größe von 50 mal 36 mm aufweisen. Die Brutzeit erstreckt sich über 27 bis 29 Tage. Die geschlüpften Küken sind Nestflüchter und folgen unmittelbar nach dem Schlupf der Mutter. Sie ernähren sich in den ersten Wochen überwiegend von Insekten und deren Larven. Ab dem 22. Tag wechselt ihr Gefieder zum Jugendkleid. Ab dem 70. Tag erreichen sie die Selbständigkeit.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
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