Gemeine Binsenjungfer

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Gemeine Binsenjungfer

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Dicondylia
Teilklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
Familie: Teichjungfern (Lestidae)
Gattung: Binsenjungfern (Lestes)
Art: Gemeine Binsenjungfer
Wissenschaftlicher Name
Lestes sponsa
(Hansemann, 1823)

Die Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa) zählt innerhalb der Familie der Teichjungfern (Lestidae) zur Gattung der Binsenjungfern (Lestes). Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Gemeine Binsenjungfer erreicht eine Körperlänge von 40 bis 50 Millimeter, wobei das Weibchen kleiner wirkt als das Männchen. Die Flügelspannweite beträgt von bis zu 4 Zentimeter. Der Körper der Gemeinen Binsenjungfer weist überwiegend einen metallischen Gold-Grünton auf. Der Körper ist ausgesprochen schlank und lang gestreckt und das letzte Körpersegment erscheint etwas verdickt. Der Kopf ist seitlich leicht verbreitet. Die großen Komplexaugen liegen seitlich am Kopf und sind knopfförmig. Die Gemeine Binsenjungfer sitzt an aufrecht stehenden Halmen, der Hinterleib ist etwa 60° abgespreizt und die Flügel sind in der Ruhephase halb geöffnet. Die Flügelmale sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt.

Lebensweise

Die Gemeine Binsenjungfer kann sich bis zu einer halben Stunde unter Wasser aufhalten. Die Flugzeit der Gemeinen Binsenjungfer dauert bis zum September.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Gemeinen Binsenjungfer erstreckt sich über weite Teile Europas, den Nahen Osten und über Teile des gemäßigten Asiens. In Südeuropa ist sie allerdings relativ selten anzutreffen. Sie hält sich meist in der Nähe kleiner, stehender Gewässer mit üppiger Ufervegetation auf. Dies können kleine Teiche, Tümpel oder auch Moorflächen sein. In Höhenlagen fühlt sich die Gemeine Binsenjungfer bis in knapp über 1.000 Metern wohl.

Ernährung

Sowohl die Libelle als auch ihre Larven ernähren sich räuberisch. Die Gemeine Binsenjungfer ernährt sich von anderen Insekten, die in der Regel im Flug erbeutet werden. Meist beginnt die Jagd von einer Ansitzwarte aus. Die Larven fressen neben kleinen Krebstieren auch andere Kleinstlebewesen.

Fortpflanzung

Während der Paarungszeit bilden die Männchen der Gemeinen Binsenjungfer Reviere. Hat das Männchen ein Weibchen ausgemacht, so fliegt er dieses an. Mit den Hinterleibsanhängen umklammert er den Vorderkörper des Weibchens. Es entsteht nun das für Libellen charakteristische Paarungsrad. Mit ihrem Hinterleib nimmt das Weibchen nun den Samen aus der Samentasche des Männchens auf. In dieser Stellung geht es nun auch an die Eiablage. Mit dem Legeapparat ritzt das Weibchen Wasserpflanzen unterhalb der Wasseroberfläche an und legt in diese Öffnung ihre Eier. Bevorzugte Pflanzen sind hierbei Binsen und ähnliche Sumpfpflanzen. Aufgrund der späten Eiablage überwintern die Eier.

Die Larven schlüpfen im Frühjahr und durchlaufen bis zum Schlupf etwa zehn Entwicklungsstadien. Anhänge am Hinterleib nutzen die Larven zum einen als Ruderorgan bei der Fortbewegung unter Wasser und zur Atmung. Nach einer Entwicklungszeit von rund 70 bis 80 Tagen schlüpfen dann die fertigen Libellen. Dies ist meist Ende Juli oder im August der Fall.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Dreyer & Gerstenberg, Die Libellen, Gerstenberg Gebrueder Verlag, 1986 ISBN 3806720223
  • Heiko Bellmann, Libellen beobachten, bestimmen, Naturbuch Verlag, Augsburg, 1986 ISBN 3894401079
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