Glitzer-Amazilie

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Glitzer-Amazilie

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eigentliche Kolibris (Trochilinae)
Gattung: Amaziliakolibris (Amazilia)
Art: Glitzer-Amazilie
Wissenschaftlicher Name
Amazilia fimbriata
(Gmelin, 1788)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Glitzer-Amazilie (Amazilia fimbriata), auch unter dem Synonym Trochilus fimbriatus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Kolibris (Trochilidae) zur Gattung der Amaziliakolibris (Amazilia). Im Englischen wird die Glitzer-Amazilie glittering-throated emerald genannt. Dieses Taxon wurde in zwei Spezies gesplittet: Amazilia fimbriata und Amazilia distans.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

folgt.

Lebensweise

Obgleich die Glitzer-Amazilie eine ansehnliche Länge hat, so ist sie doch dabe sehr schlank und nur von mittelmäßiger Größe. Ihr Aufenthalt erstreckt sich über einen großen Teil von Brasilien, wo sie sich besonders in wärmeren Taleinschnitten an blühenden Büschen aufhält. In die Gabelung eines aufsteigenden Ästchens baut sie ein Nest in Gestalt eines verlängerten, sanft abfallen Kegels. Das Hauptmaterial des Nestes ist rötliche oder weiße Baumwolle dicht ineinandergefilzt und ziemlich dickwandig, nach außen mit etwas Kelchschuppen oder Moos versehen, welche mit zarten Baumwollfäden überzogen sind, die auch um die Zweige geführt sind und das Nest an sie befestigen. Über das Ganze sind fast deckend flache Parmilienstückchen aufgelegt, die nur den oberen Rand frei lassen.

Unterarten

Nest der Glitzer-Amazilie
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Nest der Glitzer-Amazilie

Ungültige Unterarten

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN kommt die Glitzer-Amazilie in folgenden Ländern vor: Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Paraguay, Peru, Surinam und Venezuela. Die Glitzer-Amazilie hält sich folgenden Lebensräumen auf: Subtropische und tropische tockene Wälder, subtropische und tropische feuchte Tieflandwälder, subtropische und tropische feuchte Wälder mit Mangroven-Vegetation und Hochwasser, Trockensavannen, subtropische und tropische trockene Heideflächen, Plantagen, ländliche Gärten, urbanisierte Flächen sowie subtropische und tropische stark degradierte ehemalige Wälder.

Ernährung

Glitzer-Amazilie
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Glitzer-Amazilie

Die Glitzer-Amazilie ernährt sich im Wesentlichen vom Blütennektar, Blütenpollen sowie in geringen Mengen von kleinen Spinnentieren (Arachnida), Kleinstinsekten (Insecta) und deren Larven. Sie nimmt dabei eine Vielzahl von blütentragenden Pflanzen auf. Nektar wird im Flug aus den Blüten aufgenommen. Kleinstinsekten werden grundsätzlich nur im Flug gefangen. Mit dem Schnabel fährt sie beispielsweise in eine Blüte und nimmt den Nektar dort mit der Zunge auf. Bedingt durch den hohen Stoffwechsel muss eine Glitzer-Amazilie im Laufe eines Tages fast das eigene Körpergewicht an Nahrung zu sich nehmen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreicht die Glitzer-Amazilie mit ein bis zwei Jahren. Die Brutzeit erfolgt zwischen Juli und September sowie im Dezember. In die Gabelung eines aufsteigenden Ästchens baut die Glitzer-Amazilie ein Nest in Gestalt eines verlängerten, sanft abfallen Kegels. Das Hauptmaterial des Nestes ist rötliche oder weiße Baumwolle dicht ineinandergefilzt und ziemlich dickwandig, nach außen mit etwas Kelchschuppen oder Moos versehen, welche mit zarten Baumwollfäden überzogen sind, die auch um die Zweige geführt sind und das Nest an sie befestigen. Über das Ganze sind fast deckend flache Parmilienstückchen aufgelegt, die nur den oberen Rand frei lassen. Das Gelege besteht aus zwei weißen Eiern. Das Brutgeschäft und die Aufzucht der Jungen wird nur von dem Weibchen gewährleistet. Nach etwa 15 bis 16 Tagen schlüpfen die Küken. Die Küken sind zuerst nackt und nach etwa fünf Tagen wachsen die ersten Federn. Die Jungen werden ein- bis zweimal pro Stunde mit Nahrung versorgt. Das Weibchen verbringt etwa die Hälfte des Tages mit hudern und füttern der Jugen und die andere Hälfte des Tages ist das Weibchen auf Nahrungssuche. Nach etwa 22 bis 24 Tagen sind die Jungen flügge, aber sie halten sich dann noch immer in der Nähe des Nestes auf. Die Selbständigkeit haben die Jungvögel nach etwa zwei bis drei Wochen erreicht und verlassen dann den Nistplatz. Es kann pro Jahr zu zwei Bruten kommen.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Glitzer-Amazilie heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Glitzer-Amazilie selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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