Goldsaphirkolibri

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Goldsaphirkolibri

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eigentliche Kolibris (Trochilinae)
Gattung: Schwammkolibris (Hylocharis)
Art: Goldsaphirkolibri
Wissenschaftlicher Name
Hylocharis chrysura
(Shaw, 1812)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Goldsaphirkolibri (Hylocharis chrysura), auch unter dem Synonym Trochilus chrysurus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Kolibris (Trochilidae) zur Gattung der Schwammkolibris (Hylocharis). Im Englischen wird der Goldsaphirkolibri gilded hummingbird oder gilded sapphire genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Goldsaphirkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 8,0 bis 10,0 Zentimeter. Die Saphir-Farbe bedeckt den Kopf und Hals. Die Brust und der obere Teil Rückens sind mit einem glänzenden Goldton bedeckt. Die Flügel weisen eine braune bis schillernd grüne Färbung auf, während der Schwanz glänzend bläulich-schwarz erscheint. Der Bauch ist von einer weißen Färbung. Die Oberschenkel sind schwarz getönt und die Unterschenkel erscheinen weißlich. Die Kehle ist saphirfarben und der Kopf sowie der Rest des Körpers ist smaragdgrün. Der Schwanz erscheint leicht gegabelt. Der extrem lange Schnabel ist von der Wurzel bis zur Mitte leuchtend rot gefärbt, während die Spitze eine schwarze Färbung aufweist.

Lebensweise

Goldsaphirkolibris sind sehr aktive Vögel, die den Großteil des Tages auf Nahrungssuche sind. Unabläßlich sind sie mit surrenden Flügeln unterwegs oder stehen scheinbar schwebend vor Blüten, um Nektar aufzunehmen. Goldsaphirkolibris leben im Wesentlichen einzelgängerisch, die Geschlechter treffen nur zur Paarungszeit aufeinander. Vor allem während der Paarungszeit legen die Männchen ein territoriales Verhalten an den Tag. Während der Nacht suchen Goldsaphirkolibris die Schlafbäume auf und halten hier ihre Nachtruhe. Während der Nacht verfallen sie in eine Art Starre, bei der ihr Stoffwechsel deutlich herunterfährt, um Energie zu sparen.

Unterarten

Goldsaphirkolibri
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Goldsaphirkolibri

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN kommt der Goldsaphirkolibri in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und in Uruguay vor. Der Goldsaphirkolibri hält sich in folgenden Lebensräumen auf: Subtropische und tropische feuchte Tieflandwälder, Trockensavannen, Plantagen, ländliche Gärten sowie urbanisierte Flächen.

Ernährung

Goldsaphirkolibris ernähren sich im Wesentlichen vom Blütennektar, Blütenpollen sowie in geringen Mengen von kleinen Spinnentieren (Arachnida), Kleinstinsekten (Insecta) und deren Larven. Sie nehmen dabei eine Vielzahl von blütentragenden Pflanzen auf. Nektar wird im Flug aus den Blüten aufgenommen. Kleinstinsekten werden grundsätzlich nur im Flug gefangen. Mit dem Schnabel fahren sie beispielsweise in eine Blüte und nehmen den Nektar dort mit der Zunge auf. Bedingt durch den hohen Stoffwechsel muss ein Goldsaphirkolibri im Laufe eines Tages fast das eigene Körpergewicht an Nahrung zu sich nehmen.

Fortpflanzung

Goldsaphirkolibri
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Goldsaphirkolibri

Die Geschlechtsreife erreicht der Goldsaphirkolibri mit ein bis zwei Jahren. Die Brutzeit erfolgt zwischen Juli und September sowie im Dezember. Das Nest ist ein becherförmiges Gebilde, das innen mit Pflanzenfasern ausgepolstert und außen mit Flechten und Moosen sowie mit Spinnweben zusammengehalten wird. Das Nest wird auf einem horizontalen Zweig in kleineren Bäumen angelegt. Das Gelege besteht aus zwei weißen Eiern. Das Brutgeschäft und die Aufzucht der Jungen wird nur von dem Weibchen gewährleistet. Nach etwa 15 bis 16 Tagen schlüpfen die Küken. Die Küken sind zuerst nackt und nach etwa fünf Tagen wachsen die ersten Federn. Die Jungen werden ein- bis zweimal pro Stunde mit Nahrung versorgt. Das Weibchen verbringt etwa die Hälfte des Tages mit hudern und füttern der Jugen und die andere Hälfte des Tages ist das Weibchen auf Nahrungssuche. Nach etwa 22 bis 24 Tagen sind die Jungen flügge, aber sie halten sich dann noch immer in der Nähe des Nestes auf. Die Selbständigkeit haben die Jungvögel nach etwa zwei bis drei Wochen erreicht und verlassen dann den Nistplatz. Es kann pro Jahr zu zwei Bruten kommen.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Goldsaphirkolibri ist heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Der Goldsaphirkolibri ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Goldsaphirkolibri selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Goldsaphirkolibri als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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