Hakka himeshimensis

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Hakka himeshimensis
Männchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Hakka
Art: Hakka himeshimensis
Wissenschaftlicher Name
Hakka himeshimensis
(Dönitz & Strand, 1906)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:035795]

Die Spinnenart Hakka himeshimensis gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Hakka.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Hakka himeshimensis erreicht als Männchen eine Gesamtkörperlänge von etwa 6,98 Millimeter. Weitere Maße des Männchens: Augenlänge 1,32 Millimeter, Höhe des Prosoma 1,42 Millimeter, Abstand der ersten Augenreihe 1,80 Millimeter, Abstand der dritten Augenreihe 1,80 Millimeter und der Abstand vom Prosoma bis zur dritten Augenreihe beträgt 2,28 Millimeter. Die maximale Breite des Prosoma mißt 2,64 Millimeter und die Länge der ebenen Fläche des Prosoma beträgt 0,96 Millimeter. Das Opisthosoma weist eine Länge von 3,72 Millimeter auf. Der Körper und die Beine sind von einer gleichmäßigen dunkelbraunen Färbung ohne Kontrastmuster. Das Prosoma wirkt relativ breit (am weitesten posterior) und niedrig. Der Augenbereich ist rechteckig und undeutlich kürzer als breit. Posterior wirkt das Prosoma etwas kurz abfallend. Das Prosoma ist mit spärlichen hellen Borsten besetzt und schräg unterhalb der seitlichen Augen zeigen sich lange rötliche Borsten, die etwas abstehen, jedoch gibt es keine Reihe von Tuberkeln mit Dornen unterhalb der seitlichen Augen. Die Frontalaugen sind fast doppelt so groß wie die seitlichen Augen. Die Frontalaugen sind von farblosen, leicht rötlichen Borsten und über den Augen zeigen sich vermehrt lange Borsten. Der Clypeus wirkt sehr schmal und ist mit unauffälligen spärlichen kurzen Borsten bedeckt. Die Cheliceren-Grundglieder sind mit einer Reihe von spärlichen braunen überhängenden Borsten besetzt. Die Cheliceren selbst sind sehr kräftig und weisen eine braune Färbung auf. Im hinteren Rand befindet sich ein konischer Zahn. Das Opisthosoma wirkt abgeflacht oval und ist so breit wie das Prosoma. Des Weiteren zeigen sich auf dem Opisthosoma leicht dünne anliegende Borsten. Die Beinformel des Männchens lautet: I-IV-III-II, jedoch sind die Beine etwa gleichlang und dünn. Die Segmente sind fast gleich breit, jedoch wirkt der Femur etwas breiter und Tibia I ist nicht breiter und kürzer als die benachbarten Segmente. Die Bestachelung ist spärlich und auf der gleichen Oberfläche zeigen sich rötliche Borsten. Die vordere Tibia weist nur ventrale Stacheln auf und auf dem anterolateralen Rand im vorderen Drittel des ersten Segmentes zeigen sich zwei kurze Stacheln und auf dem posterolateralen Rand befinden sich zwei kurze Dornen. Die Palpen mit Bulbus sind anterior verbreitert und posterior zeigt sich ein vorderer gebogener Rand. Der Embolus ist länglich konisch geformt und weist wellenförmige Abgrenzungen auf. Das Weibchen ähnelt in Größe und Aussehen dem Männchen, jedoch besteht ein Unterschied in der Beinformel des Männchens und ist somit ein sekundäres Geschlechtsmerkmal. Die Beinformel des Weibchens lautet: IV-III-II-I. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Hakka himeshimensis kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: China, Hawaii, Japan und Korea. Sie hält sich überwiegend auf schwarzem Lavastrand sowie unter Felsen in der Nähe von Stränden auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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