Kupferanemone

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Kupferanemone

Systematik
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
Ordnung: Seeanemonen (Actiniaria)
Unterordnung: Nyantheae
Familie: Actiniidae
Gattung: Entacmaea
Art: Kupferanemone
Wissenschaftlicher Name
Entacmaea quadricolor
Rüppell & Leuckart, 1828

Die Kupferanemone (Entacmaea quadricolor), auch Blasenanemone genannt und unter dem nicht wissenschaftlichen Namen Knubbelanemone bekannt, zählt innerhalb der Familie Actiniidae zur Gattung Entacmaea.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Kupferanemone erreicht eine Größe von bis zu 50 cm. Der Körper der Kupferanemone ist sechsstrahlig und gehört somit zu den Sechsstrahligen Korallen, die mit sechs glatten Tentakeln ausgestattet ist. Die Tentakeln können eine Länge von gut 10 cm erreichen. Die Tentakeln können verschiedene Formen annnehmen, wie lang und glatt, mit Blasen, verästelt oder mit keulenförmigen Anhängseln.

Lebensweise

Die Kupferanemone lebt in Symbiose mit den Anemonenfischen wie dem Echten Clownfisch, denen sie Schutz bietet. Aufgrund einer Schleimschicht sind sie vor den Nesselzellen der Kupferanemone geschützt. In der Haut der Kupferanemone leben sogenannte Zooxanthellen, die sich bei genügender Sonneneinstrahlung vermehren und dem Wirt als Nahrung dienen. Die Zooxanthellen sind winzige gelbbraune, einzellige symbiotische Algen. Fressfeinde werden durch das starke Nesselgift abgeschreckt.

Verbreitung

Die Kupferanemone ist in weiten Teilen des tropischen Indopazifik, also dem Indischen Ozean, des westlichen Pazifiks sowie einigen Nebenmeeren, verbreitet. Sie lebt im Flachwasser in Korallenriffen.

Ernährung

Diese Anemonenart ernährt sich von symbiotischen Algen, die in der Haut der Anemonen leben.

Fortpflanzung

Die Kupferanemone vermehrt sich durch Teilung. Das heißt, dass sie sich durch asexuelle Fortpflanzung (auch vegetative Vermehrung genannt) in Form von Knospung und Sprossung sowie durch Längs- und Querteilung oder durch Abschnürung vermehrt. Auf der Stamm- oder Blattoberfläche entsteht eine Knospe, die durch Zellteilung wächst und schließlich abfällt und somit sich zu einem neuen Klon (Gruppe erbgleicher Organismen) entwickelt. Solch ein Teilungsvorgang kann mehrere Stunden oder sogar mehrere Monate dauern. Diese Fortpflanzung führt letztendlich zu einer Koloniebildung der Kupferanemone. Die Tiere einer Kolonie sind durch das Klonen alle miteinander identisch, was für die Kolonie von großem Vorteil ist, da es innerhalb der Kolonie nie zu einem Konkurrenzkampf um vorhandene Nahrungsquellen oder wegen eines Reviers kommt.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek, Prof. Dr. Otto Kraus, Prof. Dr. Rupert Riedl, Prof. Dr Erich Thenius: Weichtiere Stachelhäuter. Dritter Band. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, Oktober 1993 ISBN 3-423-05970-2
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