Löffelente

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Löffelente

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Enten (Anatinae)
Tribus: Schwimmenten (Anatini)
Gattung: Eigentliche Schwimmenten (Anas)
Art: Löffelente
Wissenschaftlicher Name
Anas clypeata
Linnaeus, 1758

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Löffelente (Anas clypeata) gehört innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Eigentlichen Schwimmenten (Anas).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Löffelente erreicht eine Größe von 50 bis 55 cm sowie ein Gewicht von 500 bis 1.100 Gramm. Die Flügelspannweite beträgt rund 80 cm. Sie hat eine ähnliche Statur wie die Stockente, ist aber ein wenig kleiner. Markantes Merkmal ist der löffelartige Schnabel, der eine Länge von 7 cm erreicht.

Die Geschlechter sind farblich unterschiedlich befiedert. Das Weibchen ist einheitlich bräunlich gefärbt und hat eine braunen Schnabel. Das Männchen weist einen grünen Kopf, eine weiße Brust und ein dunkles Rückengefieder auf. An den Flanken geht das Gefieder ins hellbraune bis rotbraune über. Sein Schnabel ist dunkelgrau bis fast schwarz. Die Beine sind orangerot gefärbt. Löffelenten sind gewandte Flieger und können Fluggeschwindigkeiten von 85 km/h erreichen. Ihre Lebenserwartung liegt bei rund 20 Jahren.

Verbreitung

Löffelenten sind in der gesamten Paläarktis (Europa, Asien, Nordamerika) verbreitet. Sie leben sowohl an vegetationsreichen Binnengewässern als auch an salzhaltigen Gewässern wie Flußmündungen und langsam fliessenden Gewässern. Ihr Lebensraum zeichnet sich durch starke Bewachsung mit Schilf und anderen Pflanzen aus. In der kalten Jahreszeit überwintern sie im Süden Europas oder in Afrika.

Ernährung

Im Wasser grundelt diese Entenart nach Plankton, kleinen Wassertieren und Insekten. Sie frisst aber auch kleine Würmer und Kaulquappen. An Land nimmt sie zudem hier und da pflanzliches wie Samen, Knospen und Sprossen zu sich.

Fortpflanzung

Löffelenten erreichen die Geschlechtsreife mit rund 1 Jahr. Die Brutzeit findet in den Monaten Mai bis Juni statt. Das Weibchen baut in Ufernähe in dichter Vegetation auf dem Boden ein Nest, das überwiegend aus Pflanzenteilen besteht. Sie legt in der Regel zwischen 8 und 12 graugrüne Eier, die sie über einen Zeitraum von 25 bis 28 Tagen ausbrütet. Während dieser Zeit bewacht der Erpel das Gelege. Die Küken sind Nestflüchter und folgen unmittelbar nach dem Schlupf der Mutter. Rund 45 Tage nach dem Schlupf sind die Jungvögel flügge.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Pierandrea Brichetti: Vögel. In Garten, Park und freier Natur. Neuer Kaiser Verlag , 2002.ISBN 370431322X
  • Rob Hume: Vögel in Europa. Dorling Kindersley; Auflage: 1 (Januar 2003) ISBN 3831004307
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Dr. Einhard Bezzel: Der zuverlässige Naturführer. BLV Handbuch Vögel. 3. überarbeitete Auflage (2006). BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, München.ISBN 3-8354-0022-3; ISBN 3-8354-0022-1
  • Manfred Pforr, Alfred Limbrunner: Ornithologischer Bildatlas der Brutvögel Europas, Band 2. Weltbild Verlag GmbH, Augsburg, 1991 ISBN 3894400072

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