Mähnengans

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 +Die [[Mähnengans]] (''Chenonetta jubata''), auch unter dem Synonym ''Anas jubata'' bekannt, gehört innerhalb der Familie der [[Entenvögel]] (''Anatidae'') zur Gattung der [[Mähnengänse]] (''Chenonetta''). Im Englischen wird die Mähnengans '''australian wood duck''' oder '''maned duck''' genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.
==Beschreibung== ==Beschreibung==
-Die Mähnengans erreicht eine Körperlänge von 44 bis 50 Zentimeter. Markant ist der braune Kopf, der im Kontrast zum Gefieder steht. Das Gefieder ist überwiegend gräulich bis graubraun gefärbt. Eine weißliche bis cremefarbene Bänderung überzieht insbesondere die Flanken und die Brust. Dorsal ist eine breiter schwarzer Streifen zu sehen, der sich über den gesamten Rücken bis zum Schwanz erstreckt. Männchen kann man leicht an der namensgebenden Mähne und an dem dunkleren Kopf erkennen. Weibchen haben seitlich am Kopf in der Höhe der Augen zwei weißliche Längsstreifen. Die Unterseite der Flügel sind gräulich und sind insbesondere im Flug zu sehen. Die Flügelspitze weisen eine schwarze Färbung auf. Die Beine und die Füße sind gräulich gefärbt. Die Mähnengans ist gesellig und lebt paarweise oder kleinen Gruppen.+====Aussehen und Maße====
 +Die Mähnengans erreicht eine Körperlänge von 44 bis 50 Zentimeter. Markant ist der braune Kopf, der im Kontrast zum Gefieder steht. Das Gefieder ist überwiegend gräulich bis graubraun gefärbt. Eine weißliche bis cremefarbene Bänderung überzieht insbesondere die Flanken und die Brust. Dorsal ist eine breiter schwarzer Streifen zu sehen, der sich über den gesamten Rücken bis zum Schwanz erstreckt. Männchen kann man leicht an der namensgebenden Mähne und an dem dunkleren Kopf erkennen. Weibchen haben seitlich am Kopf in der Höhe der Augen zwei weißliche Längsstreifen. Die Unterseite der Flügel sind gräulich und sind insbesondere im Flug zu sehen. Die Flügelspitze weisen eine schwarze Färbung auf. Die Beine und die Füße sind gräulich gefärbt.
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 +====Lebensweise====
 +Die Mähnengans ist gesellig und lebt paarweise oder kleinen Gruppen.
==Verbreitung== ==Verbreitung==
Mähnengänse sind insbesodere in Australien verbreitet. Außer in den heißen Wüstengegenden kommen sie auf dem gesamten Kontinent vor. Kleinere Populationen sind auch auf Tasmanien, in Neuseeland und in Neuguinea zu finden. Die Vögel leben zwar meist in der Nähe von Gewässern, aber sie sind sehr selten im Wasser zu sehen. Sie leben meist an Waldrändern, auf Wiesen und in Sumpfgebieten. Besonders häufig sind sie in Küstennähe zu sehen. Auch in der Nähe menschlicher Siedlungen sind sie durchaus häufig anzutreffen. Mähnengänse sind insbesodere in Australien verbreitet. Außer in den heißen Wüstengegenden kommen sie auf dem gesamten Kontinent vor. Kleinere Populationen sind auch auf Tasmanien, in Neuseeland und in Neuguinea zu finden. Die Vögel leben zwar meist in der Nähe von Gewässern, aber sie sind sehr selten im Wasser zu sehen. Sie leben meist an Waldrändern, auf Wiesen und in Sumpfgebieten. Besonders häufig sind sie in Küstennähe zu sehen. Auch in der Nähe menschlicher Siedlungen sind sie durchaus häufig anzutreffen.
-==Nahrung==+==Ernährung==
-[[Bild:Karte-maehnengans.jpg|thumb|250px|Verbreitungsgebiet]]+
Die Mähnengans ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, Klee und Kräutern. Gelegentlich, insbesondere vor der Paarungszeit werden auch Insekten gefressen. Ihre Nahrung suchen und finden sie ausschließlich an Land. Selten sieht man sie auch im Flachwasser bei der Nahrungssuche. Bevorzugte Nahrungsplätze bilden Weiden und Wiesen. Die Mähnengans ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, Klee und Kräutern. Gelegentlich, insbesondere vor der Paarungszeit werden auch Insekten gefressen. Ihre Nahrung suchen und finden sie ausschließlich an Land. Selten sieht man sie auch im Flachwasser bei der Nahrungssuche. Bevorzugte Nahrungsplätze bilden Weiden und Wiesen.
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Die Mähnengans erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in den südlichen Verbreitungsgebieten von September bis November, in nördlichen Gebieten über den Zeitraum nach der Regenzeit. Sie brüten in Baumhöhlen in Höhen von teilweise zehn Metern und mehr. Die Mähnengans ist dabei ausgesprochen brutplatztreu. Das Weibchen legt meist zwischen acht und zehn cremefarbene Eier, die von ihr über einen Zeitraum von gut 28 Tagen ausgebrütet werden. Die Versorgung der Jungvögel wird von beiden Elternteilen übernommen. Die Nestlingszeit ist nach etwa 57 bis 59 Tagen abgeschlossen. Einen Monat nach Erreichen der Flugfähigkeit verlassen die Jungvögel ihre Eltern. Die Mähnengans erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in den südlichen Verbreitungsgebieten von September bis November, in nördlichen Gebieten über den Zeitraum nach der Regenzeit. Sie brüten in Baumhöhlen in Höhen von teilweise zehn Metern und mehr. Die Mähnengans ist dabei ausgesprochen brutplatztreu. Das Weibchen legt meist zwischen acht und zehn cremefarbene Eier, die von ihr über einen Zeitraum von gut 28 Tagen ausgebrütet werden. Die Versorgung der Jungvögel wird von beiden Elternteilen übernommen. Die Nestlingszeit ist nach etwa 57 bis 59 Tagen abgeschlossen. Einen Monat nach Erreichen der Flugfähigkeit verlassen die Jungvögel ihre Eltern.
-==Links==+==Gefährdung und Schutz==
-* [http://www.iucnredlist.org/search/details.php/47175/summ Rote Liste des IUCN - Mähnengans (Chenonetta jubata)]+Laut der Roten Liste der [[IUCN]] gehört die Mähnengans heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Mähnengans selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der [[IUCN]] wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.
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 +==Anhang==
 +====Siehe auch====
 +* Hauptartikel [[Bild:Exzellent3.png|15px]] '''[[Vögel]]''' (''Aves'')
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 +====Literatur und Quellen====
 +*Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: ''Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel''. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) <small>ISBN 3-423-05970-2 </small>
 +*Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: ''Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel''.Urania, Stuttgart (1995) <small>ISBN 3423032049 </small>
 +*Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: ''Ornithologie'', Utb, 1990, <small>ISBN 3800125978</small>
 +*Hans-Heiner Bergmann: ''Die Biologie des Vogels''. Aula, 1987, <small>ISBN 389104447X</small>
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 +====Qualifizierte Weblinks====
 +* {{IUCN||id=22680111/0 |Titel=Mähnengans (''Chenonetta jubata'')}}
[[Kategorie:Entenvögel]] [[Kategorie:Entenvögel]]

Aktuelle Version

Mähnengans

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Enten (Anatinae)
Gattung: Mähnengänse (Chenonetta)
Art: Mähnengans
Wissenschaftlicher Name
Chenonetta jubata
Latham, 1802

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Mähnengans (Chenonetta jubata), auch unter dem Synonym Anas jubata bekannt, gehört innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Mähnengänse (Chenonetta). Im Englischen wird die Mähnengans australian wood duck oder maned duck genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Mähnengans erreicht eine Körperlänge von 44 bis 50 Zentimeter. Markant ist der braune Kopf, der im Kontrast zum Gefieder steht. Das Gefieder ist überwiegend gräulich bis graubraun gefärbt. Eine weißliche bis cremefarbene Bänderung überzieht insbesondere die Flanken und die Brust. Dorsal ist eine breiter schwarzer Streifen zu sehen, der sich über den gesamten Rücken bis zum Schwanz erstreckt. Männchen kann man leicht an der namensgebenden Mähne und an dem dunkleren Kopf erkennen. Weibchen haben seitlich am Kopf in der Höhe der Augen zwei weißliche Längsstreifen. Die Unterseite der Flügel sind gräulich und sind insbesondere im Flug zu sehen. Die Flügelspitze weisen eine schwarze Färbung auf. Die Beine und die Füße sind gräulich gefärbt.

Lebensweise

Die Mähnengans ist gesellig und lebt paarweise oder kleinen Gruppen.

Verbreitung

Mähnengänse sind insbesodere in Australien verbreitet. Außer in den heißen Wüstengegenden kommen sie auf dem gesamten Kontinent vor. Kleinere Populationen sind auch auf Tasmanien, in Neuseeland und in Neuguinea zu finden. Die Vögel leben zwar meist in der Nähe von Gewässern, aber sie sind sehr selten im Wasser zu sehen. Sie leben meist an Waldrändern, auf Wiesen und in Sumpfgebieten. Besonders häufig sind sie in Küstennähe zu sehen. Auch in der Nähe menschlicher Siedlungen sind sie durchaus häufig anzutreffen.

Ernährung

Die Mähnengans ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, Klee und Kräutern. Gelegentlich, insbesondere vor der Paarungszeit werden auch Insekten gefressen. Ihre Nahrung suchen und finden sie ausschließlich an Land. Selten sieht man sie auch im Flachwasser bei der Nahrungssuche. Bevorzugte Nahrungsplätze bilden Weiden und Wiesen.

Fortpflanzung

Die Mähnengans erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in den südlichen Verbreitungsgebieten von September bis November, in nördlichen Gebieten über den Zeitraum nach der Regenzeit. Sie brüten in Baumhöhlen in Höhen von teilweise zehn Metern und mehr. Die Mähnengans ist dabei ausgesprochen brutplatztreu. Das Weibchen legt meist zwischen acht und zehn cremefarbene Eier, die von ihr über einen Zeitraum von gut 28 Tagen ausgebrütet werden. Die Versorgung der Jungvögel wird von beiden Elternteilen übernommen. Die Nestlingszeit ist nach etwa 57 bis 59 Tagen abgeschlossen. Einen Monat nach Erreichen der Flugfähigkeit verlassen die Jungvögel ihre Eltern.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Mähnengans heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Mähnengans selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Qualifizierte Weblinks

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