Massaigiraffe

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Massaigiraffe

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Giraffenartige (Giraffidae)
Gattung: Giraffen (Giraffa)
Art: Giraffe (Giraffa camelopardalis)
Unterart: Massaigiraffe
Wissenschaftlicher Name
Giraffa camelopardalis tippelskirchi
Matschie, 1898

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Die Massaigiraffe (Giraffa camelopardalis tippelskirchi) ist eine Unterart der Art Giraffe (Giraffa camelopardalis) und zählt innerhalb der Familie der Giraffenartigen (Giraffidae) zur Gattung Giraffen (Giraffa).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Massaigiraffen können eine Höhe von bis zu 570 Zentimeter, eine Schulterhöhe von bis zu 350 Zentimeter sowie ein Gewicht von bis zu 900 Kilogramm erreichen. Weibchen bleiben ein wenig kleiner und leichter als Männchen. Das Fell ist hellbraun bis ockerfarben und weist unregelmäßige dunkelbraune bis schwarze Fleckenmuster auf. Die Flecken der Massaigiraffe unterscheiden sich allerdings von denen der anderen Unterarten. Sie sind insgesamt kleiner und weisen eine sternförmige Form auf. Zudem sind die Flecken deutlich dunkler gefärbt. Die Bauchseite ist heller und unbefleckt. Auffälligstes Merkmal ist der sehr lange Hals der Massaigiraffe. Trotz der Länge verfügt die Massaigiraffe über die für Säugetiere typischen sieben Halswirbel, die allerdings stark verlängert sind. Um Blut in ausreichendem Maße bis ins Gehirn zu pumpen, weist das Herz mit 12 Kilogramm gewaltige Ausmaße auf. Das Herz kann sechzig Liter Blut pro Minuten durch den Körper pumpen. Auch der Blutdruck ist deutlich höher als bei Tieren vergleichbarer Größe.

Die Vorderbeine sind länger als die Hinterbeine, so daß die Rückenlinie nach hinten deutlich abfällt. Ebensso markant ist die extrem lange bläuliche Zunge, mit der sie ihre Nahrung von Ästen abstreifen. Sie kann durchaus eine Länge von über 40 Zentimeter aufweisen. Auf dem Oberkopf verfügen Massaigiraffen über kleine zapfenartige Hörner, die bei beiden Geschlechtern vorhanden sind. Männchen nutzen sie bei Kämpfen mit Artgenossen. Das Gebiss verfügt über 32 Zähne. Trotz ihrer plump wirkenden Gestalt können Massaigiraffen im Galopp Geschwindigkeiten von deutlich über 50 km/h erreichen.

Massaigiraffen haben keine festen Reviere, sie durchstreifen aber sogenannte Streifreviere, die eine durchschnittliche Größe von 100 Quadratkilometer und mehr haben können. Die Tiere sind sowohl tag- als auch nachtaktiv. Sie leben in kleinen Herden mit loser Zusammensetzung. Die Gruppen können bis zu 30 Tiere umfassen. Erwachsene Bullen leben oft auch einzelgängerisch und suchen Weibchen nur zur Paarungszeit auf. Zu den Hauptfeinden gehören hauptsächlich Löwen. Gesunde Tiere sind aber in der Lage Löwen durch gezielte Fußtritte zu vertreiben oder sogar zu töten.

Verbreitung

Massaigiraffen leben heute nur noch im Südosten Afrikas in den weiten trockenen Busch- und Baumsavannen. Die Grassteppen in Tansania und im südlichen Kenia bilden ihre Hauptverbreitungsgebiete.

Ernährung

Massaigiraffen ernähren sich von Gräsern, Knospen, jungen Trieben und Blättern. Dabei umgreift die Massaigiraffe einen Zweig oder ähnliches mit der langen Zunge und streift die Nahrung ab. Eine Massaigiraffe braucht, abhängig von der Größe, zwischen 50 und 60 Kilogramm Nahrung am Tag. Der Zeitaufwand für die Nahrungsaufnahme kann bis zu 18 Stunden am Tag betragen. Trinkwasser nehmen sie sehr selten zu sich, da sie den Wasserbedarf hauptsächlich über die Nahrung stillen.

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Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen Massaigiraffen mit drei bis vier Jahren, wobei Bullen die Geschlechtsreife ein Jahr später als Weibchen erreichen. Eine Paarung kann ganzjährig erfolgen. Während der Werbung um ein Weibchen kann es zwischen den Bullen zu heftigen Kommentkämpfen kommen. Dabei fügen sie sich mit Kopf und Hörner Stöße zu. Nach einer Tragezeit von gut 450 Tagen bringt das Weibchen ein, selten zwei Jungtiere zur Welt, wobei die Geburt im Stehen erfolgt. Das Jungtier fällt dabei unsanft aus einer Höhe von gut zwei Metern auf den Boden. Es kann bis zu zwei oder mehr Stunden dauern, bis das Jungtier es schafft aufzustehen. Ein Jungtier weist ein Geburtsgewicht von 60 bis 70 Kilogramm sowie eine Höhe von rund 180 bis 200 Zentimeter auf. Erst etwa nach zwanzig Tagen führt die Mutter das Jungtier zur Herde. Die Entwöhung findet nach neun bis zwölf Monaten statt, dennoch bleibt ein Jungtier für bis zu achtzehn Monaten bei der Mutter. Mit rund sechs Jahren sind die Massaigiraffen ausgewachsen. In Gefangenschaft können die Tiere ein Alter von bis zu 35 Jahren erreichen, in Freiheit bis zu 25 Jahren.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

Links

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