Mohrenklaffschnabel

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Mohrenklaffschnabel

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neornithes)
Ordnung: Stelz- und Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie: Störche (Tinamidae)
Gattung: Klaffschnäbel (Anastomus)
Art: Mohrenklaffschnabel
Wissenschaftlicher Name
Anastomus lamelligerus
Temminck, 1823

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Mohrenklaffschnabel (Anastomus lamelligerus) zählt innerhalb der Familie der Störche (Tinamidae) zur Gattung der Klaffschnäbel (Anastomus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Mohrenklaffschnabel erreicht eine Standhöhe von 55 bis 60 Zentimeter sowie ein Gewicht von 1.000 bis 1.300 Gramm. Das Gefieder weist eine schwarze Grundfärbung auf und glänzt bei Lichteinfall metallisch. Im Bereich der Brust und auf den Flügel zeigen sich stellenweise bräunliche Federn. Der mächtige Schnabel ist an der Basis und in der Mitte schwarz gefärbt, die restlichen Bereiche sind hellbraun gefärbt. Der Schnabel mit seinem Spalt in der Schnabelmitte stellt eine Anpassung an seine Nahrung dar. Mit ihm kann der Mohrenklaffschnabel beispielsweise Krebstiere und Muscheln sehr gut packen. Die langen Extremitäten sind schwarz gefärbt und enden in lange Zehen, die mit kräftigen Krallen versehen sind. Mohrenklaffschnäbel sind gesellige Vögel, die zumeist in größeren Gruppen anzutreffen sind. Nur während der Paarungszeit ziehen sich die Vögel paarweise zurück.

Unterarten

Verbreitung

Der Mohrenklaffschnabel ist in Afrika, südlich der Sahelzone weit verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Senegal in Westafrika bis nach Äthiopien in Ostafrika. In südlicher Richtung reicht es bis nach Südafrika.

Die Vögel sind in der Regel in Feuchtgebieten wie Sümpfen, Mooren, Seen und Teichen sowie Überschwemmungsgebieten zu Hause. Diese Habitate werden insbesondere während der Paarungszeit aufgesucht.

Ernährung

Mohrenklaffschnäbel ernähren sich hauptsächlich von Muscheln, Krebstieren, Schnecken, Amphibien, kleineren Fischen, Insekten und anderen wirbellosen Tieren. Auf Jagd gehen die Mohrenklaffschnäbel in der Regel im Flachwasser ihres Lebensraumes. Ein Mohrenklaffschnabel kann dabei fast die Hälfte seines Körpergewichtes an Nahrung zu sich nehmen. Bei der Nahrungssuche watet er durch flaches Wasser und stößt bei potentieller Beute blitzschnell mit seinem Schnabel zu. Der Schnabel ist besonders für das Aufnehmen und Knacken von Schalen- und Krebstieren geeignet.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit gut drei Jahren erreicht. Mohrenklaffschnäbel leben in monogamer Einehe, die für gewöhnlich ein Leben lang hält. Die Paarungszeit der Mohrenklaffschnäbel beginnt mit der Regenzeit. Die Brutgebiete befinden sich hauptsächlich in der Sahelzone, südlich der Sahara und erstrecken sich von der Westküste bis zur Ostküste Afrikas. Im Süden reichen die Brutgebiete bis ins nördliche Südafrika. Beliebte Brutgebiete sind Sümpfe und Überschwemmungsgebiete. Für gewöhnlich errichten die Mohrenklaffschnäbel ihr Nest auf dem Boden. Das Nest besteht aus einer Anhäufung von Reisig und weichen Pflanzenteilen. Das Weibchen legt zwischen drei und fünf Eier, die über einen Zeitraum von 25 bis 30 Tagen von beiden Elternteilen ausgebrütet werden. Die Jungen werden von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von zwei Monaten gefüttert. Danach sind sie flügge.

Links

'Persönliche Werkzeuge