Gelbbauchwiesel
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| Gelbbauchwiesel | |
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| Systematik | |
| Klasse: | Säugetiere (Mammalia) |
| Unterklasse: | Lebendgebärende Säugetiere (Theria) |
| Teilklasse: | |
| Ordnung: | |
| Überfamilie: | Hundeartige (Canoidea) |
| Familie: | |
| Unterfamilie: | Mustelinae |
| Gattung: | Wiesel (Mustela) |
| Art: | Gelbbauchwiesel |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Mustela kathiah | |
| Hodgson, 1835 | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC)
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Das Gelbbauchwiesel (Mustela kathiah) zählt innerhalb der Familie der Marder (Mustelidae) zur Gattung der Wiesel (Mustela). Im Englischen wird das Gelbbauchwiesel Yellow-bellied Weasel genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Das Gelbbauchwiesel erreicht eine Körperlänge von 250 bis 270 mm, eine Schwanzlänge von 125 bis 150 mm und ein Gewicht von 1.500 bis 1.600 g. Das Fell und der Schwanz sind dunkelbraun gefärbt. Ventral und an den Innenseiten der Extremitäten zeigt sich eine charakteristische gelbliche Färbung. Dieses Merkmal war namensgebend. Im Bereich der Kehle, am Hals und an der Oberlippe ist das Fell weißlich bis hellgelb gefärbt (Nowak, 1999).
Gelbbauchwiesel sind in der Nacht aktiv. Sie sind ausgesprochen territorial und leben einzelgängerisch. Über die weitere Lebensweise ist nur wenig bekannt (Nowak, 1999).
Unterarten
Unterarten nach Wilson & Reeder, 2005.
- Mustela kathiah kathiah - Hodgson, 1835
- Mustela kathiah caporiaccoi - de Beaux, 1935
Verbreitung
Die Art ist in Asien in Bhutan, China, Indienm Laos, Myanmar, Nepal, Thailand und Vietnam verbreitet. Gelbbauchwiesel treten für gewöhnlich in Höhenlagen von mehr als 1.000 m über NN auf. Höhenlagen von bis zu 2.200 m über NN sind in Indien bestätigt. Besiedelt werden hauptsächlich Wälder, offene Flächen werden gemieden (Nowak, 1999).
Ernährung
Gelbbauchwiesel ernähren sich überwiegend von Nagetieren (Rodentia) wie Mäuse (Mus),
Wühlmäuse (Arvicolinae) und Ratten (Rattus). Bei Gelegenheit werden auch
Vögel (Aves) und kleine Säugetiere (Mammalia) gefressen. Die Ortung der Beutetiere erfolgt sowohl über den Geruchssinn als auch über den Sehsinn und das Gehör. Alle Sinne sind hoch entwickelt (Nowak, 1999).
Fortpflanzung
Die Geschlechter der Gelbbauchwiesel erreichen die Geschlechtsreife im Alter von 6 bis 12 Monaten. Die Paarungszeit erstreckt sich über den späten Frühling und reicht bis in den Frühsommer. Die reine Tragezeit beträgt 30 Tage. Es kommt jedoch zu einer verzögerten Imolantation, der sogenannten Dispause. Die Geburt erfolgt im Frühjahr des Folgejahres. Ein Wurf besteht aus durchschnittlich 10 Jungtieren. Die Geburt erfolgt im Bau des Muttertieres. Die Jungtiere sind bei der Geburt nackt, blind und taub. Der Nachwuchs wird für einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen gesäugt. Ab der 8. Lebenswoche begleiten die Jungtiere ihre Mutter bereits bei der Jagd. Um die Aufzucht der Jungtiere kümmert sich ausschließlich das Muttertier. Die Lebenserwartung ist unbekannt (Nowak, 1999).
Ökologie, Gefährdung und Schutz
Gelbbauchwiesel gehören heute noch nicht zu den bedrohten Arten. In der Roten Liste der IUCN wird die Art daher in der Kategorie LC, Least Concern, geführt. Das Washingtoner Artenschutzabkommen listet das Gelbbauchwiesel in Anhang III des Abkommens. Die Tiere gelten als anpassungsfähig und trotzen sogar der weitreichenden Vernichtung der natürlichen Lebensräume. In der Nähe des Menschen sind Gelbbauchwiesel nicht gerne gesehen, da sie dem Geflügel und anderen Kleintieren der einheimischen Bevökerung nachstellen (IUCN, 2011).
Synonyme
Nach Wilson & Reeder, 2005, ist die Art iunter zahlreichen Synonymen bekannt. Dies sind auriventer Hodgson, 1837, dorsalis (Trouessart, 1895), tsaidamensis (Hilzheimer, 1910) und melli (Matschie, 1922).
Anhang
Siehe auch
Literatur und Quellen
- Nimesh VED & S. LALRAMNUNA: Yellow-bellied Weasel Mustela kathiah records from Mizoram, India. Small Carnivore Conservation, Vol. 39: 35–36, October 2008
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
- Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
- David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
- Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
- Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

