Nephila clavata

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Nephila clavata
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Familie: Seidenspinnen (Nephilidae)
Gattung: Seidenspinnen (Nephila)
Art: Nephila clavata
Wissenschaftlicher Name
Nephila clavata
L. Koch, 1878

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:013940]

Diese Spinnenart Nephila clavata gehört innerhalb der Familie der Seidenspinnen (Nephilidae) zur Gattung der Seidenspinnen (Nephila). Im Englischen wird diese Art Jorō spider und im Japanischen Joro-gumo genannt. Nephila clavata ist die Königin der japanischen Spinnentiere.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Beide Geschlechter zeigen in Größe und Färbung einen deutlichen Dimorphismus. Nephila clavata erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 7 bis 10 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 17 bis 25 Millimeter. Bei dieser Art ist das Weibchen auffälliger gefärbt als das Männchen. Das langgestreckte Opisthosoma weist im Allgemeinen ein gelb-graues oder gelb-blaues Muster auf, jedoch kann die Musterung je nach Exemplar in der Färbung stark variieren. Seitlich und auf der Unterseite des Opisthosoma zeigt sich eine rote Markierung, die sich bis hin zu den Spinnwarzen erstreckt. Die Beine sind auffallend gelb-schwarz geringelt. Das Männchen ist im Gegensatz zum Weibchen fast unscheinbar gefärbt, was in der Spinnenwelt auch sehr selten vorkommt. Das Opisthosoma des Männchens ist ebenfalls langgestreckt, jedoch weist das Opisthosoma eine dunkle Bande auf, die aus mehreren Trapezen besteht und von zwei weißen Linien umsäumt wird. Die Seiten des Opisthosoma sind von einer grauen Tönung und mit weißen Aufhellungen gezeichnet. An der Unterseite des Opisthosoma zeigt sich ebenfalls eine dunkle Bande, die durch zwei weiße Linien umsäumt wird. Die Ringelung der Beine bei dem Männchen ist im Gegensatz zum Weibchen matt weiß. Die Jungspinnen weisen an der Unterseite des Opisthosoma zwei Längsstreifen und zwischen diesen Längsstreifen zeigen sich hinten helle Muster. Mit zunehmendem Alter werden die Muster zahlreicher und können zu einem dritten Längsstreifen zusammenwachsen.

Lebensweise

Das Netz kann einen Durchmesser von etwa 1 Meter erreichen und ist asymmetrisch mit einer offenen Nabe im Zentrum gewebt. Das Netz wird durch viele Fäden mit umliegendem Laub unterstützt und ist oft auf einer oder auf beiden Seiten durch eine einfache, aber starke "Barriere" geschützt. Die radialen Stützfäden weisen eine weißliche Färbung auf und die oberen Fäden, die sogenannten Spiralen haben eine goldgelbe Tönung, diese Spiralen stabilisieren zusätzlich das Netz. Nach jeder Beschädigung werden die Netzfäden repariert. Die zerstörten Fäden werden von der Spinne verspeist. Dieser Recycling-Prozess dient als wertvolle Quelle von Proteinen und die Spinndrüsen können wieder neue Seide produzieren. Bei dieser Art lebt das Männchen meist mit dem noch nicht geschlechtsreifen Weibchen im Netz zusammen. In der Regel hält sich das Männchen auf der Spitze des Netzes auf und das Weibchen sitzt auf der Nabe mit dem Kopf nach unten wartend auf Insekten (Insecta), die sich im Netz verfangen. Sobald die Beute sich im Netz verheddert hat, nähert sich die Spinne vorsichtig der Beute, umhüllt das Opfer mit Seide und macht es damit unbeweglich. Das Beutetier wird mit einer Injektion Gift getötet, dabei werden Verdauungsenzyme freigesetzt. Die Beute wird dann in die Mitte des Netzes verbracht, wo sie entweder verspeist oder gelagert wird.

Nephila clavata - Weibchen
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Nephila clavata - Weibchen

Verbreitung

Nephila clavata ist in folgenden Gebieten verbreitet: Japan, Hokkaidō, Korea, Taiwan und China. Die Spinne kommt auf vier Inseln von Japan vor, und zwar Honshu, Shikoku, Kyushu und Okinawa. Im Herbst findet man die Spinne, vor allem die Männchen, die auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen sind, oft in Gärten, in Parks, an Zweigen von Alleebäumen und an Waldwegen.

Ernährung

Nephila clavata ist ein opportunistischer Räuber und verspeist alles, was sich im Netz verfängt. Die Spinne ist beim Beutefang am Tage und in der Nacht aktiv. Die größte Gruppe von gefangener Beute bilden Schmetterlinge (Lepidoptera), dazu gehören auch die Motten, ferner werden auch in großen Mengen Fliegen (Brachycera), Grillen (Gryllidae), Bienen (Apiformes), Wespen (Vespinae) und Käfer (Coleoptera) sowie Singzikaden (Cicadidae) aus der Gattung Cryptotympana wie zum Beispiel Cryptotympana facialis von der Spinne nicht verschmäht.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit von Nephila clavata beginnt im Herbst und steht in engem Zusammenhang mit der Ernährung. Das Männchen beginnt mit der Paarung, wenn das Weibchen ein Beutetier verspeist. Die Paarungsansätze bei dem Männchen sind sehr langsam. Wenn das Männchen die Nähe des Weibchens erreicht hat, hält das Männchen in seinen Bewegungen inne, manchmal berührt das Männchen zaghaft die Beine des Weibchens. Dann krabbelt das Männchen unter den Bauch des Weibchens und führt seine Bulben abwechselnd in die Epigyne (äußeres weibliches Geschlechtsorgan) des Weibchens ein und injiziert das Sperma. Wird das Männchen bei der Kopulation gestört, dann eilt das Männchen schnell auf die gegenüberliegende Seite bis zur Spitze des Netzes. Die Dauer der Paarung ist sehr unterschiedlich. Kleinere Männchen begatten in der Regel länger als größere Männchen. Das Weibchen produziert nur einen Eikokon pro Saison mit einem Durchschnitt von 400 bis 1.500 Eiern. Dieser Eikokon wird nur in der Nacht an einen Stamm eines Baumes, an eine Gebäudewand oder auch an die Unterseite eines Blattes befestigt. Die Entwicklungszeit (Ei und embryonale Periode) ist ziemlich lang, oft dauert die Entwicklungsphase mehrere Wochen, meist schlüpfen die Spiderlinge im Monat Mai, wenn die Temperaturen steigen. Das Leben der adulten Spinnen endet im Spätherbst oder Anfang Winter.

Gefährdung und Schutz

Viele Spinnenarten, die weltweit als sehr selten oder gefährdet gelten, werden in drei verschiedenen Listen geführt. Endangered Species Act von 1973 (USC, Band 7, § 136, 16 USC § 1531 ff.) oder auch kurz ESA genannt, umfaßt mehrere weitreichende Umwelt-Gesetze. Sie wurde 1970 gegründet, um Schutz, Sorge und Erhaltung kritisch gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Arten als "Folge des wirtschaftlichen Wachstums" zu gewährleisten.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 25. November 2008 <1>

Weibliche Nephila clavata mit Cryptotympana facialis
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Weibliche Nephila clavata mit Cryptotympana facialis

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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