Peromyscus bullatus

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Peromyscus bullatus
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Hamster- und Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Neuweltmäuse (Sigmodontinae)
Tribus: Peromyscini
Gattung: Weißfußmäuse (Peromyscus)
Art: Peromyscus bullatus
Wissenschaftlicher Name
Peromyscus bullatus
Osgood, 1904

IUCN-Status
Critically Endangered (CR)

Peromyscus bullatus gehört innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zur Gattung der Weißfußmäuse (Peromyscus). Im Englischen wird diese Maus Perote Deer Mouse oder Perote Mouse genannt. Die Art ist monotyoisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Peromyscus bullatus lässt sich von den anderen Vertretern der Weißfußmäuse (Peromyscus) anhand der Ohr- und Hinterfußlänge unterscheiden. Die Ohrlänge ist bei Peromyscus bullatus immer um rund 2 mm größer als die Hinterfußlänge. Im Lebensraum lebt Peromyscus bullatus sympatrisch mit Peromyscus difficilis. Peromyscus bullatus zeichnet sich durch eine geringere Größe auf. Bei Peromyscus difficilis sind die Molaren deutlich robuster gebaut (González-Ruíz & Álvarez-Castaneda, 2005).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Peromyscus bullatus ist eine mittelgroße Weißfußmaus. Sie erreicht eine Gesamtlänge von 178 bis 224 (197) mm, eine Schwanzlänge von 87 bis 120 (103,6) mm, eine Hinterfußlänge von 19 bis 25 (22,9) mm, eine Ohrlänge von 23 bis 28 (25,7) mm, eine Schädellänge von 27,4 bis 28,6 (28) mm, eine Hirnschädelbreite von 12,9 bis 15 (13,3) mm und eine nasale Länge von 9,5 bis 11,1 (10,4) mm. Der Schwanz ist länger als die Kopf-Rumpf-Länge. Der Penisknochen (lat. Baculum) der Männchen erreicht eine Länge von 14,3 bis 16,6 (15,3) mm sowie eine Breite an der Basis von 1,3 bis 1,7 (1,5) mm. Das Fell weist eine gelblichbraune bis ockerfarbene Färbung auf. Lateral ist das Fell etwas heller gefärbt, ventral zeigt sich eine weißliche bis cremefarbene Färbung. Die Kopfseiten sind zwischen der Basis der Ohren und den Augen gräulich (González-Ruíz & Álvarez-Castaneda, 2005).

Lebensweise

Über die Lebensweise der Art ist nichts bekannt. Peromyscus bullatus lebt sympatrisch mit anderen kleinen Säugetieren (Mammalia). Hier sind insbesondere Phillips Kängururatte (Dipodomys phillipsii), Seiden-Taschenmäuse (Perognathus) wie Perognathus flavus, Hirschmäuse (Peromyscus maniculatus) und Amerikanische Erntemäuse (Reithrodontomys) wie Reithrodontomys megalotis zu nennen González-Ruíz & Álvarez-Castaneda, 2005).

Verbreitung

Die Art ist in Mexiko endemisch. Das Verbreitungsgebiet von Peromyscus bullatus erstreckt sich über die südlichen Bundesstaaten Veracruz und Puebla. Eine kleine Population soll auch im kleinsten mexikanischen Bundesstaat Tlaxcala leben. Peromyscus bullatus kommt hauptsächlich in Höhen von 2.250 bis 2.500 Meter über NN vor. Offene Sandwüsten und Hochlandwiesen bilden den natürlichen Lebensraum der Art. Lokal treten auch Bäume wie Wacholder (Juniperus) in Erscheinung González-Ruíz & Álvarez-Castaneda, 2005).

Ernährung

Peromyscus bullatus ernährt sich als Allesfresser hauptsächlich von Sämereien und Insekten (Insecta). Saisonal kann die Zusammensetzung der Nahrung stark variieren.

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten der Art ist nur wenig bekannt. Nachwuchs wurde bislang nur Ende September gesichtet. Die genaue Paarungszeit ist daher unbekannt. Die Geschlechtsreife wird wahrscheinlich im Alter von 6 Wochen erreicht. Peromyscus bullatus lebt einzelgängerisch. Die Geschlechter treffen nur kurz während der Paarungszeit aufeinander. Um die Aufzucht des Nachwuchses kümmert sich daher ausschließlich das Weibchen. Die Weibchen sind während der Paarungs- und Fortpflanzungszeit besonders territorial und dulden keine anderen Weibchen in ihrem Revier González-Ruíz & Álvarez-Castaneda, 2005).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Peromyscus bullatus ist äußerst selten anzutreffen und gilt als kritisch gefährdet. In der Roten Liste der IUCN wird die Art daher als solches geführt. Lebende Exemplare wurde nur selten gefunden. Die letzten lebenden Tiere konnten im Jahre 2001 gefangen werden. In Mexiko steht die Art unter besonderem Schutz González-Ruíz & Álvarez-Castaneda, 2005).

Anhang

Literatur und Quellen

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