Peromyscus hooperi

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Peromyscus hooperi
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Hamster- und Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Neuweltmäuse (Sigmodontinae)
Tribus: Peromyscini
Gattung: Weißfußmäuse (Peromyscus)
Art: Peromyscus hooperi
Wissenschaftlicher Name
Peromyscus hooperi
Lee & Schmidly, 1977

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Peromyscus hooperi gehört innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zur Gattung der Weißfußmäuse (Peromyscus). Im Englischen wird diese Maus Hooper's Deer Mouse oder Hooper's Mouse genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Von der Kaktusmaus (Peromyscus eremicus) und Peromyscus merriami unterscheidet sich Peromyscus hooperi durch größere Abmessungen, insbesondere bezogen auf die Gesamtlänge und die Schädellänge. In der Felllänge lassen sich die 3 Arten ebenfalls leicht unterscheiden. Im Gegensatz zu den hellbraun gefärbten Arten Peromyscus eremicus und Peromyscus merriami ist Peromyscus hooperi dorsal gräulich gefärbt. Unterschieden werden können die Arten auch nach dem Karyotyp (Gesamtheit aller zytologisch erkennbaren Chromosomeneigenschaften eines Individuums). Dieser lautet bei Peromyscus hooperi 2n = 48, FN = 52. Bei P. eremicus und P. merriami liegt dieser Wert nach Alvarez-Castaneda (20025) bei 2n = 48, FN = 92.

Aussehen und Maße

Peromyscus hooperi ist ein mittelgroßer Vertreter der Weißfußmäuse. Die Art erreicht eine Gesamtlänge von 172 bis 218 (201,8) mm, eine Schwanzlänge von 92 bis 132 (110,3) mm, eine Hinterfußlänge von 19 bis 23 (21,3) mm, eine Ohrlänge von 17 bis 22 (19,2) mm, eine Schädellänge von 25,7 bis 27,5 (26,4) mm, eine Schädeltiere von 8,6 bis 9,9 (9,1) mm, eine Jochbeinbreite von 11,6 bis 13,7 (13,1) mm sowie ein Gewicht von 19,35 bis 23,5 (22) g. Der Schwanz ist spärlich behaart. Er ist zweifarbig, oben bräunlich und unten weißlich gefärbt. Das dorsale Fell weist eine gräuliche bis leicht hellbraune Färbung auf, ventral zeigt sich eine cremefarbene bis weißliche Färbung. Die Hinterpfoten und Unterschenkel sind weißlich gefärbt. Das Gebiss besteht aus 20 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet 1/1, 0/0, 1/1, 3/3.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Peromyscus hooperi erstreckt sich in Mexiko vom zentralen Coahuila bis ins nördliche Zacatecas und San Luis Potosí (jeweils mexikanische Bundesstaaten). Besiedelt wird das Grün- und Grasland in Höhen von 1.000 bis 2.000 m über NN. Zu den typischen Pflanzen gehören in dieser Zone je nach Lebensraum und Vorkommen Mäusedorngewächse (Ruscaceae) wie Dasylirion und Nolina, Agavengewächse (Agavaceae) wie Yucca, Süßgräser (Poaceae) wie Aristida, Berberitzen (Berberis), Meerträubelgewächse (Ephedraceae) wie Meerträubel (Ephedra), Spargelgewächse (Asparagaceae) wie Agaven (Agave), Hülsenfrüchtler (Fabaceae) Akazien (Acacia), Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) wie Euphorbia antisyphilitica, Korbblütler (Asteraceae) wie Parthenium incanum und Sumachgewächse (Anacardiaceae) wie Rhus varians.

Biozönose

Sympatrie

Peromyscus hooperi lebt sympatrisch mit zahlreichen anderen Nagetieren. Dies sind beispielsweise die Kaktusmaus (Peromyscus eremicus), die Hochebenenmaus (Peromyscus melanophrys), die Weißfesselmaus (Peromyscus pectoralis) sowie die Amerikanische Erntemaus (Reithrodontomys) Reithrodontomys fulvescens.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit ist im natürlichen Lebensraum nicht bekannt. In Gefangenschaft waren Weibchen zwischen Juni bis Dezember trächtig. Die Geschlechter treffen nur kurz während der Paarungszeit aufeinander. Um die Aufzucht des Nachwuchses kümmert sich demnach ausschließlich das Weibchen. Sie ist während der Paarungszeit besonders territorial und duldet keine anderen Weibchen in ihrem Revier. Das Revier eines Weibchens deckt sich in der Regel mit denen mehrerer Männchen. Die Tragezeit liegt bei 23 bis 25 Tagen, ein durchschnittlicher Wurf weist meist 3 Jungtiere auf. Die Entwöhnung von der Muttermilch erfolgt nach 30 bis 40 (33,5) Tagen. Bei der Geburt ist der Nachwuchs nur wenig entwickelt. Mit der Geburt sind die Tiere nackt und blind. Die Haut ist noch nicht pigmentiert. Am 2. Lebenstag greifen die Jungen erstmals nach den Zitzen. Zwischen dem 2. Und 3. Tag setzt die Pigmentierung der dorsalen Haut ein. Zu diesem Zeitpunkt richtet sich auch die Ohrmuschel auf. Am 5. Tag setzt die Entwicklung der Motorik des Bewegungsapparates ein. Am 7. Tag brechen die unteren Schneidezähne durch, am 9. Tag die oberen. Erst im Alter von 13 Tagen öffnet der Nachwuchs erstmals die Augen. Ferner öffnet sich der äußere Gehörgang. Zum ersten Fellwechsel kommt es im Alter von 35 und 40 Tagen.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Peromyscus hooperi gehört heute noch nicht zu den bedrohten Tierarten. Die Art wird in der Roten Liste der IUCN daher in der Kategorie LC, Least Concern geführt. Die größte Bedrohung geht mittlerweile von der Vernichtung der natürlichen Lebensräume aus. Hier ist insbesondere die intensive Landwirtschaft zu nennen.

Anhang

Literatur und Quellen

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