Peromyscus simulus

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Peromyscus simulus
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Hamster- und Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Neuweltmäuse (Sigmodontinae)
Tribus: Peromyscini
Gattung: Weißfußmäuse (Peromyscus)
Art: Peromyscus simulus
Wissenschaftlicher Name
Peromyscus simulus
Osgood, 1904

IUCN-Status
Vulnerable (VU)

Peromyscus simulus gehört innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zur Gattung der Weißfußmäuse (Peromyscus). Im Englischen wird diese Maus Nayarit Deer Mouse, Nayarit Mouse oder Sinaloan Deer Mouse genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Von den anderen Vertretern der Peromyscus lässt sich Peromyscus simulus durch die geringe Größe unterscheiden. Der Jochbeinbogen ist robust ausgeprägt. Der Phallus ist mit einer mittleren Länge von 8,92 mm deutlich kleine als beispielsweise bei Peromyscus boylii oder Peromyscus aztecus. In Regionen, in denen Peromyscus simulus mit anderen Peromyscus-Arten sympatrisch ist, kommt es nach Roberts et al., 2001, nicht zur Hybridisierung.

Aussehen und Maße

Peromyscus simulus gehört zu den kleinsten Vertretern der Weißfußmäuse (Peromyscus). Die Art erreicht nach Roberts et al., 2001, eine Gesamtlänge von 191,3 bis 207 (198,1) mm, eine Schwanzlänge von 90,4 bis 105,8 (99,7) mm, eine Körperlänge von 93,4 bis 107 (99,5) mm, eine Hinterfußlänge von 21,9 bis 25 (22,6) mm, eine Hinterfußlänge von 21,9 bis 25 (22,6) mm, eine Ohrlänge von 17,4 bis 19,4 (18,4) mm, eine Schädellänge von 26,2 bis 27,4 (26,8) mm, eine Hirnschädelbreite von 11,9 bis 12 (12,2) mm sowie eine Jochbeinbreite von 13,2 bis 14,1 (13,7) mm. Der Schwanz, der in etwa die Körperlänge erreicht, ist nur spärlich behaart. Er ist dorsal schwärzlich, ventral eher weißlich. Die Hinterfüße weisen eine mittlere Länge auf. Das Fell weist dorsal eine gelblichbraune Grundfärbung auf und ist medial mit dunklen Haaren durchsetzt. Die Ohren sind teilweise im Fell verborgen und weisen an der Basis dunkle, fast schwarze Haare auf. Die Füße sind wie bei allen Weißfußmäusen weißlich gefärbt. Die weißliche Färbung setzt sich bei Peromyscus simulus bis zu den Unterarmen fort. An den Hinterbeinen zeigt sich eine dunkle Färbung bis etwas über Metatarsalgelenk. Die ventrale Färbung ist cremeweiß, im Brustbereich können bräunliche Flecken zu erkennen sein. Die Eichel ist recht kurz und stabförmig, es zeigen sich weder Falten noch Riffel. Das Baculum (Penisknochen) ist lang und breit sowie stäbchenförmig, die Spitze ist knorpelig.

Verbreitung

Peromyscus simulus ist in den westlichen Regionen Mexikos endemisch. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich im Küstenbereich von Sinaloa nach Nayarit, beides Bundesstaaten im westlichen Mexiko. Die Tiere sind von Seehöhe bis in Höhen von gut 200 m über NN anzutreffen. Besiedelt werden hauptsächlich tropisches Tiefland, Wälder, Überschwemmungsgebiete, Ebenen, Täler und Flussufer im Sierra Madre Occidental. Besiedelt werden lokal auch Mangroven, Palmenhaine und ähnliche Lebensräume.

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten von Peromyscus simulus ist nur wenig bekannt. Trächtige Weibchen wurden Februar und September gesichtet, juvenile Tiere konnten im Mai eingefangen werden.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Peromyscus simulus zählt heute zu den bedrohten Tierarten. Die Art wird in der Roten Liste der IUCN daher in der Kategorie VU, Vulnerable, also als bedroht geführt. Die Hauptgrund in der mittlerweile alarmierenden Gefährdung ist in der Vernichtung der natürlichen Lebensräume zu suchen. Der natürliche Lebensraum wurde weitflächig in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt. Ein weiteres großes Problem stellt die Ausbringung von Rodentiziden dar. Rodentizide sind chemische Mittel zur Bekämpfung von Nagetieren. Die Nager werden in ihrem natürlichen Lebensraum entweder mit Fraßködern getötet oder in ihren Bauten begast.

Anhang

Literatur und Quellen

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