Pfauenaugen-Stechrochen
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| Pfauenaugen-Stechrochen | |
|---|---|
| Systematik | |
| Klasse: | |
| Unterklasse: | Plattenkiemer (Elasmobranchii) |
| Überordnung: | Rochen (Batoidea) |
| Ordnung: | Myliobatiformes |
| Familie: | Süßwasserstechrochen (Potamotrygonidae) |
| Gattung: | Potamotrygon |
| Art: | Pfauenaugen-Stechrochen |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Potamotrygon motoro | |
| Müller & Henle, 1841 | |
Der Pfauenaugen-Stechrochen (Potamotrygon motoro) zählt innerhalb der Familie der Süßwasserstechrochen (Potamotrygonidae) zur Gattung Potamotrygon.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Pfauenaugen-Stechrochen erreicht einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimeter. Das Gewicht kann dabei zwischen zehn und vierzehn Kilogramm schwanken. In Gefangenschaft erreichen die Tiere selten einen größeren Durchmesser als 50 Zentimeter. Die Grundfärbung des Körpers ist graubraun bis rotbraun. Auf der Körperoberseite zeigen sich weißliche bis gelbliche, zum Teil auch orangene Flecken, die scharz umrandet sind. Zu den Flanken hin werden die Flecken etwas kleiner. Die Fleckung setzt sich auch auf dem langen Schwanz fort. Der Schwanz kann eine Länge von 50 bis 120 Zentimeter erreichen. Hier sind die Flecken jedoch deutlich kleiner. Ober- und unterseits ist am Schwanz ein kleiner Flossensaum zu erkennen. Auf der Oberseite des Schwanzes besitzt der Pfauenaugen-Stechrochen spitze Giftstachel, die der Verteidigung dienen. Vor allem für alte und geschwächte Menschen sowie für Kinder kann ein Stich durchaus tödlich enden. Ventral zeigt sich eine hellbraune bis cremefarbene Färbung. Eine bräunliche Zeichnung kann ventral vorhanden sein. Die Augen liegen auf der Oberseite im vorderen Bereich der Scheibe und treten deutlich hervor. Die Schnauze ist kurz und setzt sich nur wenig von der Scheibe ab.
Verbreitung
Der Pfauenaugen-Stechrochen ist in Südamerika im weitflächigen Amazonasgebiet verbreitet. Er kommt insbesondere in Argentinien, Brasilien, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela vor. Die Hauptpopulationen leben in den Flußsystemen des Amazonas und des Orinoco. Er lebt vorzugsweise in langsam fliessenden Gewässerabschnitten und hält sich zumeist am Gewässerboden auf.
Nahrung
Als tagaktive Jäger gehen Pfauenaugen-Stechrochen vorzugsweise am Tage auf Nahrungssuche. Dazu durchwühlen sie den schlammigen Boden ihres Gewässers nach Nahrung. Gelegentlich machen sie im Freiwasser auch Jagd auf kleinere Fische. Zu ihrer bevorzugten Nahrung gehören neben Fischen auch Würmer, Krebstiere wie Garnelen, Muscheln sowie Wasserinsekten und deren Larven. Jungtiere suchen oftmals in der Dämmerung nach Nahrung und halten sich tagsüber gerne am Grund auf, wo sie sich eingraben.
Fortpflanzung
Der Pfauenaugen-Stechrochen erreicht die Geschlechtsreife mit zwei bis drei Jahren. Er gehört zu den lebendgebärenden Fischen. In den tropischen Verbreitungsgebieten ist die Paarungszeit an keine bestimmte Jahreszeit gebunden, jedoch fallen die meisten Geburten in die Regenzeit. Nach einer Tragezeit von 90 bis 100 Tagen bringt das Weibchen zwischen zwei und zwölf Jungtiere zur Welt. Die Wurfgröße richtet sich stark nach dem Alter und dem Ernährungszustand des Weibchens. Nah dem Schlupf sind die Jungfische auf sich alleine gestellt, da seitens des Weibchens keine Brutpflege betrieben wird. Je nach Wurfgröße weisen die Jungrochen einen Durchmesser von acht bis fünfzehn Zentimeter auf.
Anhang
Siehe auch
- Hauptartikel: die Klasse der
Knorpelfische (Chondrichthyes)
Literatur und Quellen
- Leighton Taylor: Haie und Rochen. Delius Klasing (März 1998) ISBN 3768812049
