Rosakakadu

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Rosakakadu

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Kakadus (Cacatuidae)
Gattung: Rosakakadus (Eolophus)
Art: Rosakakadu
Wissenschaftlicher Name
Eolophus roseicapilla
Vieillot, 1817

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Rosakakadu (Eolophus roseicapilla), der auch unter Cacatua roseicapilla geführt wird, zählt innerhalb der Familie der Kakadus (Cacatuidae) zur Gattung Eolophus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Rosakakadu erreicht eine Körperlänge von 35 bis 36 Zentimeter sowie ein Gewicht von 300 bis 350 Gramm. Das Rückengefieder, die Flügel und die Oberseite des Schwanzes sind gräulich gefärbt. Die untere Bauchseite und der Oberkopf mit seiner Federholle sind eher weißlich. Die Federholle kann einen leicht rosafarben Touch aufweisen. Die Brust, die obere Bauchseite sowie der untere Teil des Gesichtes und der Nackenbereich sind kräftig rosa gefärbt. Aufgrund dieser Färbung bekam der Kakadu auch seinen Namen. Der recht kleine Schnabel ist hellgrau bis hornfarben. Die westlichen Populationen haben einen rötlichen Augenring, die östlichen Populationen weisen einen gräulichen bis weißlichen Augenring auf. Die Färbung der Augen ist je nach Geschlecht unterschiedlich. Beim Männchen sind die Augen braun und beim Weibchen rot. Rosakakadus sind sehr gesellige Vögel, die in der Regel in größeren Gruppen leben. Während der Nacht versammeln sich die Vögel zur Nachtruhe auf Schlafbäumen. Die Hauptaktivität erstreckt sich über die Morgen- und Abendstunden. Während der warmen Tageszeit suchen sie Schutz im Geäst der Bäume.

Unterarten

Verbreitung

Der Rosakakadu ist in ganz Australien und umliegenden Inseln verbreitet. Er gilt als noch nicht gefährdet und kommt überall häufig vor. Der Rosakakadu kommt in einer Vielzahl von Lebensräumen vor. Die verschiedenen Lebensräume weisen eine Gemeinsamkeit auf: es ist Wasser in der Nähe. Lichte Wälder, Küstenregionen, halboffene Savannen und landwirtschaftliche Flächen werden gerne besiedelt. Auch in der Nähe des Menschen ist der Rosakakadu häufig anzutreffen. Hier werden Gärten und Parks bewohnt.

Ernährung

Neben Sämereien, Beeren und Früchten fressen Helmkakadus auch Insekten und Larven. Auf Nahrungssuche gehen sie in den frühen Morgen- und Abendstunden. Meist sind sie dabei in größeren Gruppen anzutreffen. Dabei schließen sich oftmals mehrere Gruppen zu Schwärmen von Dutzend oder gar hunderten Tieren zusammen. Auf landwirtschaftlichen Flächen können Rosakakadus durchaus erheblichen Schaden anrichten.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit reicht in den nördlichen Verbreitungsgebieten von Februar bis in den Juli, im Süden erstreckt sich die Paarungszeit von August bis Dezember. Rosakakadus leben in einer monogamen Einehe, die meist ein Leben lang hält. Vor der eigentlichen Paarung kommt es zu einem ausgiebigen Paarungsritual, bei dem sich die Vögel beknabbern und ausgesprochen zärtlich miteinander umgehen. Dieses Verhalten stärkt die sozialen Bande unter den Geschlechtspartnern. Als Paarungs- und Brutplatz wird eine Höhle in hohen Bäumen aufgesucht. Hier erfolgt auch die eigentliche Verpaarung. Das Weibchen legt zumeist drei bis vier Eier, die von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von 28 bis 30 Tagen ausgebrütet werden. Auch an der Aufzucht der Jungen sind beide Elternteile beteiligt. Die Jungvögel werden überwiegend mit Insekten und deren Larven gefüttert. Nach etwa 70 bis 80 Tagen sind die Jungvögel flügge. Sie bleiben aber noch einige Wochen bei den Eltern bevor sie mit rund vier Monaten ausfliegen. Danach schließen sich die Elternvögel sowie die Jungvögel einer Gruppe an. Rosakakadus erreichen in Freiheit ein Alter von 25 bis 30 Jahren, in Gefangenschaft haben sie eine Lebenserwartung von über 40 Jahren.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Links

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