Roter Teju

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Roter Teju

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Überfamilie: Skinkartige (Scincomorpha)
Familie: Schienenechsen (Teiidae)
Gattung: Echte Tejus (Tupinambis)
Art: Roter Teju
Wissenschaftlicher Name
Tupinambis rufescens
Günther, 1871

Der Rote Teju (Tupinambis rufescens) gehört innerhalb der Familie der Schienenechsen (Teiidae) zur Gattung der Echten Tejus (Tupinambis).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Rote Teju erreicht eine Länge von bis zu 1,35 Meter sowie ein Gewicht von bis zu 10 Kg. Seine rötlich-schwarz schimmernde Haut ist mit helleren und dunkleren Querbändern durchzogen. Diese rötliche Färbung war namensgebend. Im Gegensatz zu den schwarzen Tejus wirken die Roten Tejus untersetzter und wirken dadurch noch etwas bizarrer. Er hat einen kräftigen Schwanz, den er als Waffe gegenüber Feinden einsetzt. Einige Merkmale des Teju wie z.B. die lange Schnauze und die gespaltene Zunge lassen eine Verwandschaft mit den Waranen zu, mit denen er aber nicht weiter verwandt ist. Seine kräftigen Extremitäten enden in scharfe und starke Krallen, die er zum Klettern und zum Aufbrechen von Termitenbauten einsetzt. Je nach Verbreitungsgebiet hält er eine Winterruhe von 2 - 4 Monaten.

Verbreitung

Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile von Südamerika. Insbesondere in Argentinien, Paraguay, Brasilien und Bolivien ist er sehr weit verbreitet. Er ist sowohl im tropischen Regenwald als auch in Savannen und offenen Graslandschaften zu Hause und hält sich überwiegend im Unterholz auf.

Ernährung

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Diese Teju-Art hat ein breites Spektrum dessen was er frisst. Neben Insekten, Amphibien und kleinen Echsen frisst er auch Früchte. Jungtiere ernähren sich mehr animalisch. Ältere Tiere hingegen weniger. Aber auch Eier und Aas werden nicht verschmäht. Es wurde beobachtet, daß er hauptsächlich in den frühen Morgenstunden auf Nahrungssuche geht. Größere Beutetiere packt er mit einem kräftigen Biss und schüttelt sie bis sie tot sind. Ist das Beutetier mundgerecht, so wird es im ganzen verschlungen. Ansonsten reißt er mundgerechte Stücke heraus.

Fortpflanzung

Der Rote Teju legt seine Eier in Termitenbauten ab. Dabei reissen sie die Bauten mit ihren Krallen auf und legen ihre 5 bis 30 Eier dort ab. Die offene Lücke im Bau wird von den Termiten schnell wieder verschlossen. Nach rund 150 Tagen schlüpfen die Jungtiere und brechen den Termitenbau von innen her auf. Eine Brutpflege betreiben die Tejus nicht.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
  • Gunther Köhler & Bert Langerwerf: Tejus. Lebensweise - Pflege - Zucht. Herpeton (2000), 3. Aufl. ISBN 398062143X

Links

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