Rotkehlkarakara

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Rotkehlkarakara

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Greifvögel (Falconiformes)
Familie: Falkenartige (Falconidae)
Gattung: Rotkehlkarakaras (Ibycter)
Art: Rotkehlkarakara
Wissenschaftlicher Name
Ibycter americanus
Boddaert, 1783

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Der Rotkehlkarakara (Ibycter americanus) zählt innerhalb der Familie der Falkenartigen (Falconidae) zur Gattung der Rotkehlkarakaras (Ibycter).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Rotkehlkarakara erreicht eine Körperlänge von 45 bis 55 Zentimeter sowie ein Gewicht von 720 bis 780 Gramm. Männchen bleiben deutlich kleiner und leichter als Weibchen. Das Gefieder ist übersiegend schwarz gefärbt. Der unbefiederte Gesichtsbereich und die ebenso unbefiederte Kehle sind rötlich gefärbt. Der untere Teil des Bauches und die befiederten Oberschenkel sind weiß gefärbt. Die Wachshaut am Schnabelansatz weist eine bläuliche Färbung auf, der Schnabel selbst ist gelblich gefärbt. Die Extremitäten und Zehen zeigen eine rötliche Färbung, die Krallen sind schwarz gefärbt. Die Beine enden in vier Zehen, wovon eine Zehe nach hinten zeigt. Rotkehlkarakaras leben paarweise oder in kleinen Gruppen. Gruppen von fünf bis acht Tieren sind dabei keine Seltenheit. Zur Paarungszeit ziehen sich die Vögel paarweise zurück, eher selten nisten sie in kleinen Kolonien.

Verbreitung

Der Rotkehlkarakara ist in weiten Teilen von Mittel- und Südamerika verbreitet. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexiko bis in den Süden von Bolivien. Er ist insbesondere in Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Französisch Guiana, Guatemala, Guyana, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama, Peru, Surinam und Venezuela anzutreffen. Offene Landschaften aber auch Galeriewälder sowie dessen Ränder zählen zu den bevorzugten Habitaten. Auch entlang von Flussläufen sind die Vögel häufig anzutreffen. In Höhenlagen kommt der Rotkehlkarakara auch in Höhen von 500 bis 1.000 Meter über NN vor.

Ernährung

Rotkehlkarakaras sind in Bezug auf ihre Nahrung nicht wählerisch. Sie fressen sowohl Früchte, Sämereien, wirbellose Tiere und Eier von Vögeln und Reptilien. Dabei gehen sie regelmäßig in größeren Gruppen auf die Jagd. Auch Aas wird nicht verschmäht. Eine Besonderheit zeigt sich beim Nahrungserwerb der Rotkehlkarakaras. Sie fressen besonders gerne die Larven von Bienen. Dabei gehen sie gechickt vor und fressen nur wenige Larven und entfernen sich dann rasch vom Bienennest, um deren Stiche zu entgehen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Rotkehlkarakaras beginnt in Südamerika im September und kann sich bis in den Dezember erstrecken. In Mittelamerika beginnt die Paarungszeit meist im März. Rotkehlkarakaras nisten sowohl paarweise als auch in kleineren Kolonien. Die Nester entstehen meist an geschützter Stelle in Bäumen mittlerer Höhe. Das Weibchen legt meist zwei oder drei weißliche Eier mit braunen Sprengeln, die von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von 28 bis 31 Tagen ausgebrütet werden. Die Nestlinge werden ebenfalls gemeinschaftlich mit Nahrung versorgt. Nach gut 35 bis 40 Tagen sind die Jungvögel flügge, bleiben aber in der Regel noch einige Zeit im Familienverband.

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