Rotkopfgans

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Rotkopfgans

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Halbgänse (Tadorninae)
Tribus: Tadornini
Gattung: Spiegelgänse (Chloephaga)
Art: Rotkopfgans
Wissenschaftlicher Name
Chloephaga rubidiceps
Sclater, 1861

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Rotkopfgans (Chloephaga rubidiceps) zählt innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Spiegelgänse (Chloephaga). Im Englischen wird die Rotkopfgans ruddy-headed goose genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Rotkopfgans erreicht eine Körperlänge von 48 bis 53 cm. Die Gans bleibt ein wenig kleiner als der Ganter. Die Art ist die kleinste Vertreterin in der Gattung der Spiegelgänse. Das Gefieder ist überwiegend rotbraun bis graubraun und weist an den Federspitzen einen schwarzen oder dunkelgrauen Saum auf. Der Kopf ist hellbraun gefärbt, wobei die Färbung beim Weibchen kräftiger ausfällt. Die Gefiederfärbung ähnelt sich bei beiden Geschlechtern. Rund um die Augen ist ein schmaler weißer Ring zu sehen. Die Extremitäten sind orange gefärbt. Der Schnabel weist eine schwarze Färbung auf. Die Flügelunterseite ist weißlich bis cremefarben. Noch gehört die Rotkopfgans nicht zu den gefährdeten Arten, aber aufgrund des Absammelns der Eier und die Bejagung durch ausgesetzte Füchse haben die Bestandszahlen in weiten Teilen ihrer Verbreitungsgebiete schrumpfen lassen.

Verbreitung

Die Rotkopfgans ist im südlichen Südamerika beheimatet. Die Brutgebiete liegen im Tiefland auf Feuerland, im südlichen Chile und auf den Falklandinseln. Teilweise ziehen die Gänse zur kalten Jahreszeit hin in den weiten Tiefbenen der argentinischen Pampa.

Ernährung

Rotkopfgänse weiden gerne auf natürlichen Wiesen in Wassernähe, Weiden oder auf Ackerland. Dabei bevorzugen sie frische Gräser und Kräuter, Sämereien und Wurzeln.

Fortpflanzung

Die Rotkopfgans erreicht die Geschlechtsreife mit rund drei Jahren. Die Paarungszeit beginnt in den Brutgebieten ab September, wobei es zur Eiablage im Oktober oder November kommt. Die Nester werden in dichten Ufervegetation errichtet. Das Weibchen legt zwischen fünf und acht, selten bis elf hellbraune glänzende Eier, die über einen Zeitraum von 30 Tagen ausgebrütet werden. Geht ein Gelege verloren, so kommt es in der Regel zu einem kleineren Nachgelege. Die geschlüpften Junggänse sind Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Sie ernähren sich von Gräsern und wirbellosen Tieren. Nach 60 bis 70 Tagen sind sie selbständig und flügge.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Rotkopfgans heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Rotkopfgans selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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