Schwarzer Bombardierkäfer

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Schwarzer Bombardierkäfer

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Adephaga
Familie: Laufkäfer (Carabidae)
Unterfamilie: Bombardierkäfer (Brachininae)
Gattung: Aptinus
Art: Schwarzer Bombardierkäfer
Wissenschaftlicher Name
Aptinus bombarda
Illiger, 1800

Der Schwarze Bombardierkäfer (Aptinus bombarda) ist ein Laufkäfer der Unterfamilie Bombardierkäfer (Brachininae) und zählt zur Gattung Aptinus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Schwarzen Bombardierkäfer werden 9,5 bis 15 Millimeter lang. Ihr Körper ist länglich, schwarz, nur die Fühler und Beine sind rot. Ihre Deckflügel (Elytron) bedecken nicht das hintere Ende des Abdomens. Wie alle Bombardierkäfer, besitzt auch der Schwarze Bombardierkäfer einen Explosionsapparat am Hinterleib, den er zur Verteidigung gegen Fressfeinde einsetzt, indem er dem Angreifer reizende, übel­riechende Gase aus zwei Röhren in seinem Hinterleib direkt ins Gesicht bläst. Dabei ist ein deutlicher Explosionsknall zu vernehmen.

Verbreitung

In Mitteleuropa kommen die Schwarzen Bombardierkäfer nur im Südosten, westlich bis Oberbayern, wo sie seltener sind, vor, im östlichen Alpenbereich nur auf Böden, die in der Eiszeit nicht vergletschert waren.

Verteidigungssystem

Schwarze Bombardierkäfer besitzen wie auch die anderen Käfer ihrer Unterfamilie ein eindrucksvolles Verteidigungssystem. Werden sie von einem Feind bedroht, blasen sie dem Angreifer ätzende und übelriechende Gase aus zwei Röhren in seinem Hinterleib direkt ins Gesicht.
Der deutsche Chemiker Hermann Schildknecht untersuchte den Bombardierkäfer und versuchte den Ablauf dieses beeindruckenden chemischen Prozesses zu erforschen. Er stellte fest, dass sie ihren Sprengstoff unmittelbar vor dem Hinausblasen durch Mischen zweier sehr reaktiver Chemikalien (Hydrochinon und Wasserstoffperoxid) herstellt. Wenn sich dem Bombardierkäfer ein Feind nähert, wie beispielsweise ein Frosch, spritzt er die in einer Sammelblase gelagerten Chemikalien in eine Reaktionskammer und gibt dort genau im richtigen Moment die Enzyme Katalase und Peroxidase hinzu, um die Reaktion zu beschleunigen. Dieser Katalysator setzt das Hydrochinon zu Chinon und das Wasserstoffperoxid zu Wasser und Sauerstoff um. Dabei kommt es zu einer heftigen chemischen Reaktion, bei der sowohl Wärme als auch ein hoher Druck entstehen. Dann schießt ein ätzendes, etwa 100 °C heißes Gasgemisch mit einem Knall aus zwei Drüsen am Anus auf den Angreifer.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge