Schwarzfußseriema

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Schwarzfußseriema

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
Familie: Seriemas (Cariamidae)
Gattung: Chunga
Art: Schwarzfußseriema
Wissenschaftlicher Name
Chunga burmeisteri
Hartlaub, 1860

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Schwarzfußseriema (Chunga burmeisteri) zählt innerhalb der Familie der Seriemas (Cariamidae) zur Gattung Chunga.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Schwarzfußseriema erreicht eine Hohe von rund 55 bis 76 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 91 bis 122 Zentimeter sowie ein Gewicht von 1.000 bis 1.500 Gramm. Das Gefieder ist überwiegend graubraun gefärbt. Stellenweise ist ein gelblicher Farbeinschlag zu sehen. Die Bauchseite ist ein wenig heller gefärbt. Flügel und Schwanz weisen eine undeutliche schwarz-weiße Bänderung auf. Der Hals ist mittellang und endet in einem kleinen Kopf. Der kräftige Schabel ist vollständig schwarz gefärbt. Er endet mit einer stark gebogenen Spitze, die leicht an einen Greifvogelschnabel erinnert. Oberhalb des Schnabels zeigen sich charakteristische Federbüschel, deren Funktion auch heute noch nicht bekannt ist. Die sehr langen Beine sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Drei Zehen, die mit kräftigen Krallen versehen sind, zeigen nach vorne, eine vierte, stark verkümmerte Zehe zeigt nach hinten. Diese vierte Zehe berührt allerdings nicht den Boden. Die Schwarzfußseriema kann zwar fliegen, sie gilt aber als eher schlechte Fliegerin. Sie fliegt meist nur, um auf einen Schlafbaum zu gelangen oder um vor einem Fressfeind zu flüchten. Ihr Lebensraum ist der Erdboden. Die Schwarzfußseriema lebt gesellig in kleinen Familiengruppen oder paarweise.

Verbreitung

Schwarzfußseriemas sind in Teilen Südamerikas zu Hause. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über nördliche Argentinien sowie über Teile Boliviens und Paraguays. Sie bewohnen vorzugsweise offene Busch- und Waldgebiete. Oft sind sie auch in Höhenlagen der Andenausläufer anzutreffen.

Ernährung

Die Schwarzfußseriema jagt grundsätzlich nur am Boden. Dabei erjagt sie Insekten, Frösche, Reptilien wie Schlangen und kleine Eidechsen sowie Kleinsäugern wie Mäuse und andere Kleinnager. Darüber hinaus frisst sie ab und an auch Früchte, Beeren und Sämereien. Beutetiere werden mit dem kräftigen Schnabel getötet oder gegen Steine oder Felsen geschleudert.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit erstreckt sich in der Regel über die Regenzeit. Die Balz ist geprägt durch filigrane Balztänze der Männchen. Schwarzfußseriemas bauen ihre Nester in mittleren Höhen von einigen Metern in Bäumen. Dabei gelten sie als sehr standorttreu. Die relativ kleinen Nester werden aus Reisig und Ästchen gebaut. Das Weibchen legt durchschnittlich zwei Eier, die von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von 24 Tagen ausgebrütet werden. Die geschlüpften Jungvögel haben ein graubraunes Dunenkleid. Bereits nach zwei Wochen verlassen sie erstmals das Nest und folgen den Eltern. Gefüttert werden sie von beiden Elternteilen vorzugsweise mit Insekten und anderen kleinen Tieren.

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