Silbermöwe

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Silbermöwe

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Unterordnung: Lari
Familie: Möwen (Laridae)
Gattung: Larus
Art: Silbermöwe
Wissenschaftlicher Name
Larus argentatus
Vigors, 1825

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Silbermöwe (Larus argentatus), auch unter den Synonymen Larus mongolicus, Larus smithsonianus und Larus vegae bekannt, zählt innerhalb der Familie der Möwen (Laridae) zur Gattung Larus. Im Englischen wird die Silbermöwe herring gull genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Silbermöwe erreicht eine Körperlänge von gut 60 cm, eine Flügelspannweite von 150 cm sowie ein Gewicht von bis zu 1.500 Gramm. Das Gefieder ist überwiegend weiß bis hellgrau, die Flügeldecken weisen eine gräuliche Färbung auf. Die Flügelspitzen sind schwarz gefärbt. Der Schnabel ist geblich und weist am Unterschnabel im vorderen Bereich einen roten Fleck auf. Auch die Augen und der Lidring sind gelblich. Die Extremitäten sind fleischfarben. Zu den natürlichen Feinden der Silbermöwe gehören Greifvögel aowie Füchse und ähnliche Räuber.

Unterarten

Verbreitung

Die Silbermöwe ist vor allem in Mittel- und Nordeuropa zu finden. Sie leben an den Küsten, seltener auch im Binnenland. Es gibt auch größere Populationen an den Küsten Nordamerikas.

Ernährung

Silbermöven ernähren sich räuberisch von Fischen, Krebstieren, Muscheln, aber auch von anderen Vögeln, deren Eier und sogar Kleinsäuger. In der Nähe menschlicher Ansiedlungen suchen sie auch im Abfall nach Essbarem. Müllkippen scheinen ebenfalls gute Nahrungsquellen zu sein. Der Tägliche Nahrungsbedarf liegt bei 400 bis 500 Gramm.

Fortpflanzung

Zwei Silbermöwen rivalisieren um Futter
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Zwei Silbermöwen rivalisieren um Futter

Die Geschlechtsreife erreicht die Silbermöwe recht spät mit vier bis fünf Jahren. Die Brutzeit erstreckt sich über die Monate von April bis Juni. Sie sind Kolonienbrüter, die vorzugsweise in Dünen oder an Hängen ihre Nester errichten, die aus Pflanzenteilen bestehen. Das Weibchen legt meist zwei bis drei Eier, die eine Länge von gut sieben cm aufweisen. Am Brutgeschäft und der Aufzucht der Jungen beteiligen sich beide Elternteile.

Nach einer Brutdauer von 28 bis 30 Tage schlüpfen die Jungmöwen, die nur wenige Tage von den Eltern gehudert werden. Sie werden mit vorverdauter Nahrung gefüttert. Nach rund 45 Tagen sind sie flügge und verfügen uber ein bräunlich graues Gefieder. Jungmöwen bleiben noch einige Wochen bei den Eltern und werden noch gefüttert. Ihr adultes Gefieder bekommen sie erst mit Beginn der Geschlechtsreife mit vier Jahren. In Freiheit erreichen Silbermöwen meist nur ein Alter von rund 15 Jahren, in Gefangenschaft können sie durchaus bis 20 Jahre alt werden.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Silbermöwe heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Die Silbermöwe ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Silbermöwe selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird die Silbermöwe als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Qualifizierte Weblinks

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