Spatelente

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Spatelente

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Enten (Anatinae)
Tribus: Meerenten (Mergini)
Gattung: Bucephala
Art: Spatelente
Wissenschaftlicher Name
Bucephala islandica
(Gmelin, 1789)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Spatelente (Bucephala islandica), auch unter den Synonymen Anas islandica, Clangula islandica und Glaucionetta islandica bekannt, zählt innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zum Tribus der Meerenten (Mergini) und zur Gattung der Bucephala. Im Englischen wird die Art Barrow's Goldeneye genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Spatelenten erreichen eine Körperlänge von bis zu 55 cm sowie ein Gewicht von 900 bis 1.100 Gramm. Sie gehören zum Tribus der Meerenten. Männchen sind überwiegend schwarzweiß gefärbt. Hals und Bauchseite sind weiß. Charakteristisch ist die sichelförmige Musterung zwischen Augen und Schnabelansatz. Die grau-schwarzen Flügel weisen weiße Flecken auf. Der Kopf ist insgesamt recht rundlich, der Schwanz ausgesprochen kurz. Die Augen sind gelblich, beim Weibchen weiß. Weibchen haben einen braunen Kopf und sind ansonsten unscheinbar graubraun gefärbt. Beide Geschlechter verfügen über orangefarbene Füße.

Lebensweise

Nach der Paarung schließen sich die Männchen in Mausergruppen zusammen und kehren nach erfolgreicher Mauser zu ihren Familien zurück.

Verbreitung

Spatelenten leben in Nordamerika und Kanada sowie auf Grönland und Island. Kleinere Populationen kommen auch in Skandinavien und dem nordöstlichen Europa vor. Sie leben in der Nähe von Gewässern, die sich meist in der Nähe von Nadelwäldern befinden. In Höhenlagen sind sie bis in Höhen von 3.000 Metern anzutreffen.

Ernährung

Spatelenten ernähren sih überwiegend von tierischer Nahrung. Dazu gehören Weich- und Krustentiere sowie allerlei Wasserinsekten.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen Spatelenten im zweiten Lebensjahr. Die Paare leben in monogamer Einehe. Während der Brutzeit, die im Mai beginnt, halten sie sich bevorzugt an Bergseen oder Felsküsten auf. Die Enten nisten meist in Baumhöhlen in mittlerer Höhe. In Ermangelung dessen nisten sie ab und zu auch in Erdhöhlen oder Felsspalten. Mitte Mai legt das Weibchen zwischen zehn und vierzehn blaugrünliche Eier, die über einen Zeitraum von 30 bis 32 Tagen ausgebrütet werden. Ab dem zweiten Lebenstag lockt das Weibchen die Küken aus der Baumhöhle. Dabei springen sie aus nicht unbeträchlicher Höhe auf die Erde. Zu Verletzungen kommt es dabei nur selten. Mit 55 bis 60 Tagen sind die Jungenten flügge.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Spatelente heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Spatelente selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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