Trinomys albispinus

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Trinomys albispinus
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricognatha)
Teilordnung: Hystricognathi
Familie: Stachelratten (Echimyidae)
Unterfamilie: Eumysopinae
Gattung: Trinomys
Art: Trinomys albispinus
Wissenschaftlicher Name
Trinomys albispinus
(Geoffroy, 1838)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Trinomys albispinus zählt innerhalb der Familie der Stachelratten (Echimyidae) zur Gattung Trinomys. Im Englischen wird diese Art White-spined Spiny Rat genannt. Trinomys albispinus ist auch unter dem Synonym Proechimys albispinus (I. Geoffroy, 1838) bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Trinomys albispinus zählt innerhalb der Gattung Trinomys zur Untergattung Trinomys. In dieser Untergattung sind insbesondere Arten aus der aufgelösten Gattung Proechimys gelistet. Maßgebend für die Auflösung der Gattung Proechimys und Eingliederung in die Untergattung Trinomys ist die spezielle Zahnmorphologie, insbesondere der Backenzähne. Von den anderen Vertretern der Untergattung lässt sich Trinomys albispinus durch die geringere Größe des Schädels unterscheiden.

Beschreibung

Aussehen und Maße

Trinomys albispinus gehört zu den kleineren Vertretern der Stachelratten (Echimyidae) und erreicht eine Körperlänge von 153 bis 190 (176,7) mm, eine Schwanzlänge von 148 bis 175 (165,7) mm, eine Hinterfußlänge von 37 bis 42 (40) mm, eine Ohrlänge von 22 bis 30 (26,2) mm, eine Schädellänge von 37,6 bis 48,9 (44,99) mm, eine Condylobasallänge von 38,3 bis 41,4 (40,1) mm, eine Jochbeinbreite von 22,8 bis 24,5 (23,9) mm sowie ein Gewicht von 120 bis 230 (173,1) g. Die genannten Werte beziehen sich auf die Nominatform, die einzelnen Unterarten variieren leicht in Größe und Gewicht. Der Schädel ist insgesamt kurz und flach und hebt sich in der Stirngegend deutlich ab. Das Schuppenbein (Os squamosum) und das Jochbein (Os zygomaticum) sind gut entwickelt. Das Baculum (Penisknochen) weist eine dorsoventrale Krümmung auf. In der Schaftmitte zeigen sich beim Baculum seitlich leicht konische Vertiefungen. Das Fell weist dorsal eine überwiegend ockerfarbene bis gelblichbraune Grundfärbung auf. Lateral geht die Fellfärbung in ocker über. Das Fell ist dorsal und lateral durchsetzt mit hellen, keulenförmigen Grannenhaaren, die eine Länge von 25 bis 28 mm und eine Breite von 1,2 mm erreichen können. Ventral ist das Fell weißlich gefärbt. Eine ähnliche Färbung zeigt sich an den Innenseiten der Beine. Der Schwanz ist dorsal schwärzlich, ventral eher weißlich. Albinismus konnte bei Trinomys albispinus nachgewiesen werden.

Unterarten

Verbreitung

Nach Pessoa & Reis (2002) ist Trinomys albispinus in Nordosten Brasiliens endemisch. Die Art kommt in den Bundesstaaten Sergipe, Bahia und Minas Gerais vor. Proechimys albispinus albispinus kommt auf Madre de Deus und Itaparica im Bundesstaat Bahia vor. Proechimys albispinus sertonius gilt in der Region von Itaiutuba im Bundesstaat Bahia sowie im Bundesstaat Sergipe als nachgewiesen. Trinomys albispinus hat sich auf trockene bzw. semiaride Lebensräume spezialisiert. Lichte Wälder, insbesondere trockene Laubwälder zählen zu den bevorzugten Lebensräumen. Zu den typischen Pflanzen im Lebensraum der Tiere gehören Kakteengewächse (Cactaceae) und verschiedene Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die Lebensräume liegen je nach Vorkommen in Höhen von 800 bis 2.000 m über NN.

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten von Trinomys albispinus ist nur wenig bekannt. Die Paarungszeit erstreckt sich nach einhelliger Meinung von Januar bis in den Juni hinein. Ein durchschnittlicher Wurf besteht aus 2 bis 4 Jungtieren.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Trinomys albispinus zählt heute noch nicht zu den bedrohten Tierarten. In der Roten Liste der IUCN wird die Art in der Kategorie LC, Least Concern, geführt. Die größte Bedrohung geht aktuell von der Zerstörung der natürlichen Lebensräume, insbesondere von der Zerstörung und Fragmentierung der Wälder, aus.

Anhang

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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