Versicolorente

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Versicolorente

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Enten (Anatinae)
Tribus: Schwimmenten (Anatini)
Gattung: Eigentliche Schwimmenten (Anas)
Art: Versicolorente
Wissenschaftlicher Name
Anas versicolor
Vieillot, 1816

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Versicolorente (Anas versicolor), die auch Silberente genannt wird, zählt innerhalb der Familie Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Eigentlichen Schwimmenten (Anas). Im Englischen wird die Art Silver Teal genannt (IUCN, 2014).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Versicolorente erreicht eine Körperlänge von 40 bis 45 Zentimeter sowie ein Gewicht von 370 bis 430 Gramm. Das Männchen wird etwas größer und schwerer als das Weibchen. Dies sind auch schon die einzigen Unterscheidungsmerkmale, sie weisen ansonsten keinen Geschlechtsdismorphismus auf. Das Gefieder ist auf dem Rücken golden bis ockerfarben. Die Seitenlinmien weisen eine schwarzweiße Bänderung auf. Der Oberkopf ist durch eine markante dunkelbraune Haube gekennzeichnet. Der Schnabel ist überwiegend silbergrau bis bläulich und weist am Ansatz einen gelben Fleck auf. Außerhalb der Paarungszeit leben die Versicolorenten durchaus gesellig und treten in kleineren Schwärmen auf. Zur Paarungszeit ziehen sie sich paarweise zurück.

Unterarten

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Versicolorente erstreckt sich in Südamerika von Bolivien bis zu den Falklandinseln. Sie leben an flachen Seen, Tümpeln und Teichen mit ausreichender Vegetation. Außerhalb der Paarungszeit sieht man sie auch auf Feuchtwiesen und im offenen Grasland. Während der kalten Jahreszeit ziehen vor allem die südlichsten Populationen in den Süden von Brasilien, um dort zu überwintern.

Nahrung

Die Versicolorente ernährt sich fast ausschließlich von vegetarischer Nahrung. Dazu gehören neben Gräsern und Kräutern an Land auch Wasserpflanzen. Sie geht tagsüber auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Die Versicolorente erreicht die Geschlechtsreife mit rund einem Jahr. Die Brutzeit erstreckt sich in ihren natürlichen Lebensräumen von Oktober bis November. Die Nester werden an trockener Stelle im Uferdickicht, meist in hohem Gras errichtet. Das Nest besteht aus einer flachen Mulde, die nur spärlich ausgepolstert wird. Das Weibchen legt bis zu zehn gelbliche Eier, die sie über einen Zeitraum von rund 25 Tagen ausbrütet. Die Küken sind Nestflüchter, die kurz nach dem Schlupf der Mutter folgen. Das Dunenkleid ist silbergrau, der Schnabel ist meist dunkelgrau. Die dunkle Haube zeichnet sich auch schon bei den Küken ab. Die Beine und der Schnabel sind grau gefärbt. Ab der Dritten Woche stellt sich die erste Befiederung ein. Die Flugfähigkeit wird nach etwa 45 Tagen erreicht.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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