Wilhelm Carl Hartwig Peters

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Prof. Dr. Wilhelm Carl Hartwig Peters (* 22. April 1815 in Koldenbüttel; † 20. April 1883 in Berlin) war ein deutscher Herpetologe, Naturforscher, Zoologe, Anatom, Mediziner und Forschungsreisender.

Lebenslauf

Peters war 1842–48 auf Forschungsreise in Moçambique. Dort publizierte er mehrere Schriften mit Erstbeschreibungen neuer Tierarten und sammelte insgesamt 493 Reptilien und Amphibien, zusätzlich einige Individuen anderer Tierklassen. Nach seiner Rückkehr habilitierte er und arbeitete als Prorektor am Anatomischen Institut in Berlin, bis er 1856 an das hiesige Zoologische Museum wechselte. Dort spielte er eine maßgebliche Rolle beim Neubau des Museums für Naturkunde in Berlin. Schon ein Jahr darauf wurde er bis zu seinem Lebensende Direktor dieses Museums. Auch in dieser Zeit gab er viele Schriften über Reptilien und Amphibien heraus. Zudem wurde er 1858 Professor an der Universität Berlin.

Am Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin kann man heute seine herpetologischen, ichthyologischen und karzinologischen Sammlungen begutachten.

Werke

  • Naturwissenschaftliche Reise nach Mossambique auf Befehl Seiner Majestät des Königs Friedrich Wilhelm IV. in den Jahren 1842 bis 1848 ausgeführt. Reimer, Berlin 1852–82.

Literatur

  • Dr. Alberti, Eduard: Lexikon der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen und Eutinischen Schriftsteller von 1829 bis Mitte 1866. von Maack, Kiel 1867/68.
  • Dr. Alberti, Eduard: Lexikon der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen und Eutinischen Schriftsteller, von 1866–1882. Kiel 1884–86.
  • Dr. Embacher, Friedrich: Lexikon der Reisen und Entdeckungen. Leipzig 1982.
  • Hirsch, August et al.: Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker. Urban & Schwarzenberg, Berlin, Wien 1929–35.
  • Kullnick, Heinz: Berliner und Wahlberliner. Hayn, Berlin 1960/61.
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